Ich glaube immer noch an das Paradies…

21.03.-24.3.2021

Tayrona lassen wir heute hinter uns und ziehen für ein paar Tage an den Strand. An einen kleinen süßen, noch nicht ganz so sehr von den Touristen entdeckten Strand, nach Costeno. Die Fahrt dorthin dauert kaum 30 Minuten. Hinter den vielen Bananen erstreckt sich ganz plötzlich eine kurzer Strandabschnitt mit wenigen Hütten und Menschen. Wir sind da. Wir beziehen ein kleines Zimmer direkt am Strand, das Meer ist keine 50 Meter entfernt und wir schauen direkt auf den Horizont. Das Zimmer ist simpel, ein Bett ein Bad und alles offen. Strom gibt es 4 Stunden am Tag. 2 Stunden am Morgen und 2 Stunden am Abend. Mehr braucht man hier aber auch nicht. Es gibt nur wenige Unterkünfte und so sind nur sehr wenig Menschen am Strand. Die Kolumbianer verlassen nach ihrem Tagesausflug wieder den Strand. ES ist sehr ruhig, wenn nicht das Meer wäre. Es ist wirklich sehr laut nachts aber an dieser Stelle mag ich mich nicht darüber beschweren. Sobald wir angekommen sind, verstauen wir unsere Schuhe unterm Bett denn die brauchen wir hier nicht. Absolute Befreiung in den nächsten Tage keine Schuhe tragen zu müssen und beim Essen immer die Füße im Sand haben-Wunderbar!

Den ersten Abend beenden wir mit nem guten Essen und unseren ersten Kolumbianischen Rum- also in Kolumbien. Während wir auf unserer Terrasse sitzen können wir eine Candle-Light Diner beobachten. Ganz Bachelor-like wurde alles aufgebaut was nötig ist und wir haben aufgeregt darauf gewartet wer dort Platz nehmen wird. Unsere Hoffnung lag tatsächlichen beim Kolumbianschen Bachelor aber am Ende wurde es ein Pärchen. Er überraschte sie damit und sie spring freudig in die Luft. Danach wurden tausend Bilder geschossen und gegessen. Ob es einen Antrag gab konnten wir leider nicht beobachten.

Die nächsten 2 Tage habe wir eigentlich nur mit aufs Meer starren verbracht. Hin und wieder sind wir aufgestanden und haben etwas gegessen. Auf dem Weg dahin haben wir einen Schweizer Surflehrer kennengelernt. Er hat uns seine Auswanderungsgeschichte erzählt ( so komme ich etwas an einer meiner Lieblingsserie „Goodbye-Deutschland“). Auch hat er uns etwas über den Strand, die Fischer die das Land am Meer verkaufen und der Para Militärs erzählt welche nicht weit weg wohnen und hier alles regeln.

Die 3 Nächte gingen wie im Flug vorbei und es war schön so nah am Meer zu sein. Dennoch freuen wir uns wieder auf unsere Schuhe, mehr Platz und anderes Essen. Wir haben uns dazu entschieden nach Cartagena zu reisen und dort die Feiertage zu verbringen. Da wir viel Zeit haben, machen wir auf den Weg nach Cartagena noch einen Stopp in Santa Marta für eine Nacht. Dieses Mal haben wir in einem anderen Viertel übernachtet, was sehr hübsch auf uns wirkte. Tatsächlich durften wir auch in den Supermarkt. Also nur Dave, er hatte die richtige Zahl irgendwo auf seinem Ausweis;). Ich hebe mir diesen tollen Moment dann für Cartagena auf. Auf dem Weg ins Hotel haben wir uns ne Pizza geholt -die locker mit guter Berliner Pizza mithalten konnte. Morgen geht es dann weiter nach Cartagena. Wir lesen uns da.

Da ist die Karibik

19.3-21.3.2021

So, wir haben es geschafft Palomino hinter uns zu lassen. Wir sitzen fröhlich im Bus und nach 15 Minuten sind wir schon am neuen Ziel. Wir wollen Morgen in den Tayrona National Park wandern gehen. Unser neue Unterkunft ist sehr schön und ruhig, mit der besten Dusche bis jetzt. Da wir morgen früh los wollen gehen wir ganz artig früh ins Bett.

Am nächsten Morgen wird schnell gefrühstückt und dann gehts zum Park. Er liegt zum Glück nur 5 Minuten von unserem Hotel entfernt. Es ist noch nicht mal 8 Uhr und schon super voll ( es werden pro Tag nur 1000 Besucher reingelassen). Von der Polizei werden nur wir ordentlich durchsucht. In diesem Moment habe ich mir sehr gewünscht meinen Rucksack vorher entmistet zu haben. Hab ich aber nicht und so schaue ich bei einigen Sachen peinlich auf den Boden. Nach dem bezahlen werden wir ein Stück zum Eingang mit dem Bus gefahren und unsere Wanderung beginnt.

Der Park ist sehr groß, man kann dort übernachten und einige tun dies auch. Die Wege sind nur spartanisch ausgebaut, es geht also auf uns ab. Ich bin sehr beeindruckt was die Menschen alles tragen. Darunter sind Zelte, Koffer, unzählige volle Taschen, ne Menge Bier usw. Es erinnert mich an Festivals, wo alle ihre Sachen vom Auto zum Camping tragen, Nur das es hier durch tropischen Wald geht und der Weg sehr lange dauert. Lea das was die Menschen dort mindestens 2 Stunden bei 30 Grad geschleppt haben, ist die Steigerung zu unserem Horror auf dem letzten Festival. Wir waren froh das wir nur einen kleinen Rucksack pro Person hatten. Im Park gibt es eine Menge Tiere, Strände und einige Indigene Völker leben noch dort. Es ist wirklich toll, dass Kolumbien sich dieses Teil erhält und daraus kein Geld macht (oder wenig). sir schlängeln und von Strand zu Strand und stehen am ersten ganz allein dort und genießen die Aussicht. Na gut, es waren noch 3 Pferde dort (Liza, ich habe sie von dir gegrüßt). Am zweiten Strand durfte man schwimmen, das haben wir natürlich gemacht. Die Strände dort sind diese, die man von Postkarten kennt und an die man sich jeden Montag müde auf der Arbeit träumt. Endlich Karibik wie wir sie uns vorgestellt haben.

Am Strand lernen wir ein Paar aus Bogota kennen was gerade Urlaub macht. Nachdem wir erzählt haben das wir aus Deutschland kommen, spricht sie plötzlich deutsch mit uns. Ihr Vater kommt aus Deutschland, sie war aber nie dort, und lernt die Sprache. Die beiden waren sehr nett und haben uns noch einige Tipps mit auf unsere Reise gegeben.

Wir wandern weiter und die Landschaft verändert sich immer wieder. Es ist unfassbar schön. Gerade der ehr waldige Part gefällt uns sehr gut. Unter den riesigen Bäume die dort stehen, ich habe noch nie solche Wurzeln gesehen, fühlt man sich so winzig. Trang wir haben oft an dich gedacht, du hättest es geliebt zwischen all diesen tropischen Pflanzen und Bäumen. Der zweite Strand ist sehr voll. Dort sehen wir alle geschleppten Zelte und ähnliches wieder. Wir machen eine Pause und entscheiden uns für den Rückweg (der 3 Stunden dauert). Nach guten 8 Stunden wandern, war das letzte Stück sehr anstrengend. Aber wir wurden belohnt, wir haben kleine Affen gesehen. Super süß und neugierig. Als wir zurück waren sind wir eigentlich auch schon so ziemlich eingeschlafen. Es war ein langer Tag aber wunderbar-wir sind froh das wir den Park mitgenommen haben. Morgen geht es weiter an den Strand. Eine kleine Hütte, wir und kein Strom. Wunderbar! Wir lesen uns danach…..

Pelikane

Malle ist nur ein Mal im Jahr

16.3-19.3.2021

Etwas wehmütig haben wir uns von Minca verabschiedet und machen uns auf den Weg nach Palomino. Unser Taxifahrer, Daniel, ist sehr nett und übt mit uns sein Englisch. Angekommen in Palomino sind wir leicht geschockt. Passend zu den aktuellen Nachrichten, dass Mallorca wieder offen hat, haben wir das Gefühl hier gelandet zu sein. Palomino ist sehr klein, nur ein paar Restaurants am Straßenrand machen darauf aufmerksam, dass hier eine kleines Dorf ist. Die Hauptstraße besteht aus Hostels, Restaurants, Bars und Touristen. Ein wenig surreal kommt es uns vor. Unser Zimmer gehört zu einem Restaurant was sie vor den paar Zimmern befindet. Es ist weit entfernt von hübsch aber günstig. Nach dem ersten Schock beschließen wir zum Meer zu gehen. Leider hält es nicht was wir uns erhofft haben. Es ist kaum Strand zum Laufen da und das Meer ist sehr stürmisch, zum Schwimmen gar nicht geeignet. Gut, passt zum ersten Eindruck. Abends gehen wir essen und hoffen, dass morgen bei Sonne alles anders aussieht. Die Nacht war ziemlich laut, da die Restaurants laute Musik haben und doch recht viele Touristen unterwegs sind und hier und da feiern.

Am nächsten Morgen beschließen wir dass wir verkürzen und nur 3 Nächte bleiben. Wir geben dem Meer eine erneute Chance und machen einen langen Strandspaziergang oder viel mehr laufen wir im Meer, gibt ja nicht viel Strand. Auch hier treffen wir auf deutsche und ganz nach dem Klischee, sitzen sie schon vor 9 am Strand und trinken Bier. Danach wird entspannt und abends essen wir ganz Kolumbianisch eine Pizza (die sehr gut war). Da es nicht viel zu tun gibt wird auch der nächste Tag mit Entspannung gefüllt. Wir kommen mit unseren Zimmernachbarn ins Gespräch. Ein Paar (er aus Kolumbien und sie aus den Niederlanden, haben sich in Brasilien beim reisen kennengelernt) was schon seit einem Jahr gemeinsam reist. Wir verbringen den Abend zusammen und verabreden uns morgen zu einem See zu gehen. Das Frühstück gilt es sehr zu loben in Palomino. Wir haben ein kolumbianisches Frühstück entdeckt. Es ist eine Art Milchsuppe mit Zwiebeln, Brot und Ei. Klingt sehr seltsam ist aber super lecker. Am nächsten Tag packen wir schon und gehen mit den beiden zum See. Der macht den schlechten Strand wieder gut. Wir baden etwas und sonnen uns. Am See ist ein Mann vom Militär der sich wäscht und seine Waffe ganz entspannt unbeaufsichtigt im Gras liegen lässt. Nachdem er sich gewaschen hat, wäscht er auch seine Waffe. War seltsam skurril das mit anzusehen. Wir verabschieden uns von unseren Freunden, laden sich nach Berlin ein und nehmen den Bus zum neuen Ziel Tayrona.

Das spitzen Frühstück

Dave mit unseren neuen Freunden

Glamping ist das neue Camping

13.03.2021

Heute verabschieden wir uns von Santa Marta und fahren nach Minca, nur 40 Minuten mit dem Taxi entfernt. Der Vater einer Mitarbeiterin vom Hotel fährt uns hin und lässt ins im Zentrum raus. Minca ist super mini- ehr eine Straße mit ein paar Läden und Restaurants. Was die Touristen an Minca lockt ist der Dschungel-Wald. Vom Zentrum aus, müssen wir noch 2 Kilometer bis zu unserem neuen zu Hause laufen. Klingt nicht viel aber mit 4 Rucksäcken und bei gefühlten 40 Grad war es doch eine kleine Sporteinheit. Unser Weg führte uns immer weiter in den Wald hinein und nach der Abzweigung Richtung Glamping, standen wir mitten im Wald. Wir mussten einen kleinen Bach überqueren und ein kleiner Pfad führte uns immer weiter hinein. Irgendwann tauchte eine kleine Hütte auf und wir waren da. Komplett nass aber freudig auf das was uns erwarten wird. Unser Gastgeber war super nett- ein Franzose der das Glamping mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn schmeißt. Insgesamt gibt es nur 3 Hütten und das Gelände ist riesig. Masken sind hier quasi nicht nötig, da wir auf niemanden getroffen sind und alle Hütten weit entfernt voneinander stehen. Im Grunde ist es der perfekte Ort um darauf zu warten, dass die Welt wieder gesund wird. Ich hatte nicht viele Erwartungen. Dave hatte sich etwas wie Camping gewünscht, ich aber mein Veto eingelegt und so kam es zum Glamping. Ein guter Kompromiss wie wir fanden. Das er so gut werden sollte, hätten wir beide nicht gedacht. Wir bekamen eine Hütte weit oben, freistehend, wunderschön, mit Hängematte, Hängestuhl, Katzen und mit einem unglaublichen Ausblick. Die Hütte bestand nur aus einem Bett, hatte keine Fenster, sondern nur Mückennetze und ein sehr schönes Bad. Quasi alles draußen wie beim Camping aber mit Stil und etwas Luxus, der Glam. Den ersten Tag beendeten wir mir Entspannen und auf den Dschungel starren. In der Nacht war es sehr laut, überall Vögel und andere Tiere waren zu hören (ich habe mir eingeredet, dass sie alle ganz süß und hübsch sind). Im Bett gabs ne kleine Ameisenstraße aber sonst war alles frei von Insekten. Die Qualität der folgenden Bilder ist nicht so gut, das Internet ist leider zu schlecht. Ich arbeite daran aber ich denke das wichtigste ist zu erkennen:)

Am nächsten Morgen hab es ein gutes Frühstück bei unserem Gastgeber und nette Gesellschaft dazu. Mein Tee wurde frisch aus dem Garten geernet-was ich super fand und wir haben jeden morgen eine kleine Spezialität aus Kolumbien zum Frühstück bekommen.Heute stand eine Wanderung zu 2 Wasserfällen auf unserer Liste. Leider hat sich der Zeitplan etwas verschoben, da ich nen kleinen Stunt über die Hängematte hingelegt habe. Ich wollte mich an die Hängematte setzen (Rückwärts) und das ging ordentlich daneben. Habe ne Rolle Rückwärts über die Matte gemacht und mit meinem Kopf an nem Bambusrohr gebremst. Es gab nen lauten Bums und ne Beule ist bis heute geblieben und ne kleine Wunde am Arm. Nach dieser kurzen Verzögerung konnten wir aber los. Insgesamt sind wir 2 Stunden durch den Dschungel gewandert, an riesigen Bambus vorbei und wunderschöner Natur. Die Wasserfälle waren sehr schön, Dave ging baden und wir haben entspannt. Es war cool zu sehen, dass dies anscheinend auch für Kolumbianer ein gefragtes Ausflugsziel fürs Wochenende ist. Auf dem Rückweg haben wir uns Minca angesehen und waren essen. Ich habe einen spitzen Milchhake getrunken. Uns ist aufgefallen, dass das der Service hier unheimlich lange dauert. Hat natürlich zum Vorteil, dass man sich noch mehr auf sein Essen freut und definitiv alles aufisst. Wir haben uns vorgenommen weniger ungeduldig zu sein und einfach schon ne halbe Stunde bevor wir Hunger kriegen essen gehen.

Den letzten Tag haben wir nur zum Entspannen genutzt und unsere Mückenstiche beweint. Ich vergesse jedes Mal wie ätzend Mückenstiche sind und hier sind sie auch mehr schmerzhaft als in Deutschland. Heute werden wir ins Mückenspray baden. Zusammen mit unseren Katzen haben wir den Dschungel und die Hängematten genossen (diesmal ohne Stunt) und um die Wette geschlafen. Die Katzen haben gewonnen.

Zum Abendessen waren wir in Minca in einem vegetarischen Restaurant, darüber habe ich mich sehr gefreut und dort haben wir deutsche getroffen. Eine sehr große Eidechse lief mit uns über die Straße und auf dem Rückweg haben wir zufällig unseren Gastgeber getroffen der uns auf der Ladefläche von seinem Pick-Up mitgenommen hat (ich möchte nur so mitgenommen werden). Zusammengefasst war es wunderschön und können es nur empfehlen falls ihr mal hier in der Ecke seid. Als kleines Dankeschön haben wir die Infobroschüre über das Glamping und die Aktivitäten für unseren Gastgeber auf Deutsch übersetzt. Er sagte, dass er unsere Namen unter die Übersetzung schreibt. So bleiben wir doch etwas länger hier als gedacht. Dave hat früh Morgens einen Tukan entdeckt- irre! Morgen geht es dann weiter nach Palomino und wir wechseln so vom Dschungel zum Strand. Wir lesen uns da….

Unsere (Tisch)nachbarn beim Frühstück
Genau so fühle ich mich wenn ich dieses Schild suche
Mini Dave neben riesigen Bambus
Es ist tatsächlich ein Tier

Oh wie schön ist Panama, äähh Columbia

10-12.03.2021

Wir haben es geschafft und sind jetzt in Kolumbien. Bogota begrüßt uns mit viel Krach und Gewusel. Zum Glück haben wir ein Shuttle um Hotel und nach 10 Minuten sind wir schon da. Da es spät ist und wir irgendwo zwischen Madrid und Bogota heißt es den Jetlag mit schlafen besiegen. Am nächsten Tag geht es wieder früh hoch, ein kurzes Frühstück und auf zum Flughafen um nach Santa Marta zu fliegen. Bogota lassen wir leider aus, da wir Hotspots meiden wollen. Der Flug dauert nur 2 Stunden und ich bin sehr positiv erstaunt über das Verhalten der Menschen im Flugzeug. Nach Landung wird geklatscht-wann haben wir damit aufgehört? Ich finds super und stimme mit ein-wer freut sich nicht sicher gelandet zu sein? und nehme mir vor das Klatschen wieder einzuführen. Ich bin mir sicher, dass jeder von euch das Phänomen kennt: Das Flugzeug landet, die Durchsage kommt dass alle noch sitzen bleiben sollen und auch angeschnallt aber niemand scheint es zu Interessieren und so stehen schon alle auf und verbreiten genervte Aufbruchsstimmung. Nicht so bei diesem Flug, alle bleiben artig sitzen und die Stewardessen sagen an welche Reihen zuerst das Flugzeug verlassen dürfen. Wie super ist das? Kein Stau, jeder weiß wann er dran ist, kein Drängeln und alles entspannt. Ich möchte nur noch mit Latam fliegen.

Santa Marta begrüßt uns mit einer unglaublichen Hitze. Ich bin nach 3 Minuten komplett nass, habe das Gefühl das ich verbrenne und bald nen Vitamin D Schock bekomme. Zum Glück ist nichts davon passiert. Wir fahren mit dem Taxi zum Hotel und erkunden sofort die kleine Altstadt. Die Altstadt ist sehr süß, es sieht für mich wie auf Kuba aus (oder die Vorstellung die ich von Kuba habe), überall verkaufen Menschen essen, es ist viel los und wirklich überall laute Lateinamerikanische Musik. Unser Plan war im Supermarkt Essen zu kaufen. Den Supermarkt haben wir leicht gefunden nur wollten sie uns dort nicht reinlassen. Hier ist für Supermärkte die Regelung, dass man nur an bestimmten Tagen einkaufen darf, wenn deine letzte Nummer auf deinem Ausweis dran ist. Nur ist auf unserem Ausweis keine letzte Nummer sondern ein Buchstabe. Blöd! Gut, kaufen wir erstmal was in kleinen Läden und was es so an den Ständen gibt. Danach beenden wir den Tag im Pool und nem Cocktail und sind uns sicher das Kolumbien super wird.

Die nächsten Tage verbringen wir weiter im Pool und schlendern durch die Altstadt. Keine 2 Tage dauert es und wir werden gefragt ob wir Kokain kaufen wollen- ich musste sehr über das Klischee lachen. So langsam gewöhnen sich unsere Körper an die Hitze und wir trotzen ihr mit täglichen Pool- Sessions. Das Strand hier ist leider nicht sehr schön, viele Bauchstellen, wir warten auf einen anderen besseren Strand. Die Menschen hier sind sehr nett und beeindruckt von Daves Frisur. Was ich ziemlich skurril find sind die unglaublich vielen Handyläden, wo man nicht nur diverse Dinge fürs Handy bekommt, sondern sich direkt noch ne Waffe kaufen kann. Wahrscheinlich zum Schutz, wenn das neue Handy sehr teuer war 😉 Für mich ist es sehr seltsam Waffen im Straßenbild zu sehen, daran muss ich mich erste gewöhnen. Dave erzählt dann von einem Waffenladen auf der Karl-Marxstr- habe ich nie gesehen. Vlt ist es doch gar nicht so viel anders hier….

Start spreading the news, we´re leaving today

9.03.2021

Heute geht es nach Kolumbien! Aufregend! Unser Tag beginnt super früh, also ehr mitten in der Nacht. Wir fahren zum Flughafen Nord in Teneriffa geben das Auto ab und warten darauf unser Gepäck abzugeben. Gestern waren wir noch beim PCR Test und das Ergebnis wurde uns heute für 8 Uhr versprochen, zugegeben etwas knapp aber anders hätte es nicht gepasst. Viertel nach 8 war mein negatives Ergebnis da und nun hieß es noch auf Daves Ergebnis warten. 8:30 Uhr keine Mail, 8:45 Uhr noch immer keine Mail, 9 Uhr der Schalter öffnete und noch immer war kein Ergebnis im Posteingang. Die Panik wuchs und ich rief bei der Ärztin an um ihr unsere Situation zu schildern, sie versprach das Labor anzurufen. 9:05 Uhr war das Ergebnis da 🙂 Wie so oft hat sich die Panik nicht gelohnt. Die Erleichterung war dafür umso schöner und wir hatten alles für die Einreise nach Kolumbien. Check!

Zuerst ging es für uns nach Madrid, sehr entspannter Flug mit nem super Sitzplatz, Dave durfte bei Start und Landung neben dem Steward sitzen. Leider hatten wir etwas Verspätung und so hieß es rennen zum nächsten Gate. Alex, Laura es war ein kleiner London Flashback, denn der Flughafen in Madrid ist super groß und zu unserem Terminal mussten wir einen Zug nehmen und sind gefühlte Kilometer gerannt. Aber im Gegensatz zu London haben wir es pünktlich zum Gate geschafft. Sogar sehr pünktlich, das Boarding hatte nicht mal begonnen. Die angegeben Abflugs und Ankunftszeiten werden mir beim Fliegen immer ein Rätsel bleiben. Wir sind ne Stunde zu spät los und trotzdem pünktlich angekommen. Der Flug war sehr entspannt, leider hat sich Iberia um Punkto Service als Enttäuschung herausgestellt aber der Pilot hat alles richtig gemacht also kein Grund zum Meckern. Dave hat 4 Filme geschafft und ich habe die beste Broadway Playlist meines Lebens gehört. Nach 13 Stunden Flug und insgesamt 24 Stunden waren wir in Bogota!

Für die BerlinerInnen unter uns und die Berlin Freunde, ich fand es ganz witzig das unser Gate S41 und S42 war, wie unsere Stamm-S-Bahn daheim

Es macht keinen Sinn, die Reichen immer reicher zu machen

07.03.2021

Heute möchten wir euch von unseren nächsten Planen berichte. Unsere Reiseroute ist ausgetüftelt und wir sind sehr freudig. Ihr könnt euch sicher sein, dass gerade Dave alles genau recherchiert hat und er keine Frage unbeantwortet lassen könnte :).

Trommelwirbel- am Dienstag fliegen von Teneriffa nach Madrid und von dort aus geht es weiter nach Kolumbien (Bogota)!!! Wohuuuu! Wir werden nur eine Nacht in Bogota bleiben, da wir großen Städten lieber noch aus dem Weg gehen, danach geht es direkt weiter an die Karibikküste. Wir wollen ca. 8 Wochen in Kolumbien bleiben. Danach geht es weiter nach Costa Rica und dann treten wir die Reise nach Mexiko an.

Wenn jemand von euch schon in den Ländern war und Tricks und Tipps für uns hat, dann nehmen wir diese sehr gerne entgegen. Ein großes Danke an der Stelle geht an Liza, die ihre vielen Erfahrungen mit und über Kolumbien mit uns teilte, sondern uns auch schon einen Kontakt dort besorgt hat.

Wir lesen uns also in Kolumbien wieder. Ich freu mich darauf!

Willy ist launisch

06.03.2021

Heute steht ein ganz besonderer Ausflug auf unserer Liste. Wir machen eine Whale Watching Tour. Wir haben eine super Organisation gefunden, die mit Sea Sheperd arbeitet, und die Tiere und ihren Lebensraum respektiert. Also ging es früh morgens auf nach Los Christianos, zum Schiff mit der Hoffnung Wale und Delfine zu sehen. Was die aktuelle Situation positives für uns hat ist, dass wir sehr flexibel und super spontan Touren buchen können und das Schiff überhaupt nicht voll war ( Platz wäre für 120 Menschen und wir waren 20). Also hatten wir genug Platz für uns und unsere Vorfreude.

Wie ihr euch vorstellen könnt bestand die meiste Zeit auf dem Meer aus warten und meditatives starren aufs Meer. Wir haben einen super Guide der uns alles erklärt hat und vor allem meine gefühlte tausend Fragen beantwortet hat. Wir waren auf der Suche nach Pilot Walen und Delfinen. Sie leben zwischen La Gomera und Teneriffa das ganze Jahr, daher ist die Chance auf welche zu treffen sehr groß. Die See war an diesem Tag sehr rau und wir wurden ganz schön durch die Gegend gewirbelt. Leider haben es nicht alle aus unserer Gruppe geschafft, 3 haben wir an die Seekrankheit verloren.

Nach einiger Zeit sahen wir die erste Schildkröte, sie hat aber nur wenig Interesse an uns gezeigt und war schnell wieder weg. Kurz danach sahen wir die ersten Wale, absolut unglaublich, Natürlich ist es kein Free Willy aber sie waren schon recht groß und es ist einfach irre sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Es ging sehr schnell sodass ich vor lauter Aufregung kaum Fotos machen konnte. Einige surfen mit den Wellen und waren sehr deutlich zu sehen. Es war eine kleine Gruppe von ca. 5 Walen.

Pilotwal in Sicht!

Danach dauerte es doch etwas bis wir das Glück hatten und auf Delfine gestoßen sind. Der Motor wurde ausgestellt und wir warteten ihre Reaktion auf uns ab. Zum Glück waren sie sehr interessiert und haben sich sehr schnell um unser Boot gescharrt. Es waren so viele, bestimmt 40 Delfine. Wie wir erfahren haben, handelte es sich um einen Art welche nicht zwischen den Insel lebt sondern nur auf der Durchreise war, wir hatten also großes Glück ( die Chance steht bei 10% sie zu sehen). Leider waren sie der Grund weshalb wir nicht mehr Wale gesehen haben, durch den großen Delfinschwarm fühlten sich die Wale belästigt und haben sich eine andere Route gesucht. Für uns nicht schlimm denn die Delfine haben uns große Freude bereitet. Auf dem ganzen Boot hörte man Minuten lang freudige Ahs! Wows! Guck da! und lautes quietschen.

Es war ein mega Ausflug- ich zitiere die Ärzte mit: rettet die Wale!

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

27.3.2021

Wir sind zurück auf Teneriffa! Wir haben uns von La Gomera verabschiedet und gemeinsam beschlossen, dass uns diese Insel sehr beeindruckt hat. Schöne und super abwechlungsreiche Landschaft, tolle Strände und natürlich genug Sonne. Hiermit sprechen wir also eine offizielle Reiseempfehlung für euch alle aus und die unter euch die davon schon vorher schwärmten: Ihr habt absolut recht.

Auf Teneriffa haben wir ein Haus bezogen was super ist. Riesig. Wir haben einen Garten, Platz für 5 Personen und das Beste ist die Dachterrasse. Ich habe gezählt, wenn wir von der Küche ins Schlafzimmer wollen müssen wir abends 7 Lichtschalter bedienen, ich habe Dave nur sehr selten in den letzten Tagen gesehen. Die Dachterrasse kommt definitv auf unsere Must-Have-Liste für eine neue Wohnung 🙂

Dave hat eine Wanderung zum Vulkan unternommen und wieder die angegebene Zeit für die Wanderung bei weitem Unterschritten. Hier wollen wir nur ein paar Tage bleiben und warten auf unseren Flug am Dienstag aber dazu später mehr. Montag haben wir unseren PCR Test in einer, natürlich, deutschen Praxis, ganz entspannte 130 Euro p.P. legen wir dafür hin.

Am letzten Tag fahren wir spontan hoch zum Teide. Einfach Unfassbar wie es dort aussieht. Wie auf dem Mars. Nachdem wir die Wolken hinter oder ehr unter uns gelassen haben,taucht diese skurrile Landschaft auf. Spektakulär.

Wir sind sehr beeindruckt, so etwas haben wir noch nie gesehen. Es hat sich definitiv gelohnt und wir können es nur empfehlen. Unglaubliche Vulkanlandschaft.

Dinner for 3

27.2.2021

Unsere Zeit im Norden der Insel ging zu Ende. Was wegen des schlechten Wetters, was uns dort langsam erreicht, auch nicht weiter schlimm war. Dennoch hatten wir uns dazu entschieden ein paar weitere Tage auf La Gomera zu verbringen und stürzten uns mutig in Valle Gran Rey. Hier scheint immer die Sonne und daher findet man hier die meisten Touris oder Deutsche. Auch wir wollten für die letzten Tage mehr Wärme und uns noch ein paar Sommersprossen abholen bevor es zurück nach Teneriffa geht. Also zogen wir in ein, auch wenn weniger schöner als das Haus, sonniges Apartment.

Am Sonntag haben wir Jan in seinem Hotel abgeholt und sind Cocktails trinken gegangen. Nach allen ewigen Beschränkungen eine absolute Offenbarung. Tatsächlich gab es direkt neben der Bar ein deutsches Restaurant, in dem Frank Rosin mit seinem Team geholfen hat. Für die von euch die Frank Rosin nicht kennen, ein deutscher Sternekoch aus dem Pott, der Restaurants aus der Patsche hilft und ihren Laden ordentlich auf Vorderman bringt. Für Dave eine ganz besondere Freude, da er großer Fan ist und bestimmt alle Folgen gesehen hat. Frank hat uns alle nicht enttäuscht. Es war sehr lecker. Ich hatte einen Limoncello, anscheinend der neue Aperol Spritz. Ganz lecker aber der Aperol Spritz gewinnt.

Die restlichen Tage haben wir Spaziergänge gemacht, die Promenade zum joggen genutzt und uns entspannt. Wir lassen euch hier noch einige Fotos zu denen es keine spannenden Storys gibt, sie es aber verdient haben gesehen zu werden. Damit verabschieden wir uns von La Gomera und reisen weiter… wir lesen uns in der nächsten Destination.