13.03.2021
Heute verabschieden wir uns von Santa Marta und fahren nach Minca, nur 40 Minuten mit dem Taxi entfernt. Der Vater einer Mitarbeiterin vom Hotel fährt uns hin und lässt ins im Zentrum raus. Minca ist super mini- ehr eine Straße mit ein paar Läden und Restaurants. Was die Touristen an Minca lockt ist der Dschungel-Wald. Vom Zentrum aus, müssen wir noch 2 Kilometer bis zu unserem neuen zu Hause laufen. Klingt nicht viel aber mit 4 Rucksäcken und bei gefühlten 40 Grad war es doch eine kleine Sporteinheit. Unser Weg führte uns immer weiter in den Wald hinein und nach der Abzweigung Richtung Glamping, standen wir mitten im Wald. Wir mussten einen kleinen Bach überqueren und ein kleiner Pfad führte uns immer weiter hinein. Irgendwann tauchte eine kleine Hütte auf und wir waren da. Komplett nass aber freudig auf das was uns erwarten wird. Unser Gastgeber war super nett- ein Franzose der das Glamping mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn schmeißt. Insgesamt gibt es nur 3 Hütten und das Gelände ist riesig. Masken sind hier quasi nicht nötig, da wir auf niemanden getroffen sind und alle Hütten weit entfernt voneinander stehen. Im Grunde ist es der perfekte Ort um darauf zu warten, dass die Welt wieder gesund wird. Ich hatte nicht viele Erwartungen. Dave hatte sich etwas wie Camping gewünscht, ich aber mein Veto eingelegt und so kam es zum Glamping. Ein guter Kompromiss wie wir fanden. Das er so gut werden sollte, hätten wir beide nicht gedacht. Wir bekamen eine Hütte weit oben, freistehend, wunderschön, mit Hängematte, Hängestuhl, Katzen und mit einem unglaublichen Ausblick. Die Hütte bestand nur aus einem Bett, hatte keine Fenster, sondern nur Mückennetze und ein sehr schönes Bad. Quasi alles draußen wie beim Camping aber mit Stil und etwas Luxus, der Glam. Den ersten Tag beendeten wir mir Entspannen und auf den Dschungel starren. In der Nacht war es sehr laut, überall Vögel und andere Tiere waren zu hören (ich habe mir eingeredet, dass sie alle ganz süß und hübsch sind). Im Bett gabs ne kleine Ameisenstraße aber sonst war alles frei von Insekten. Die Qualität der folgenden Bilder ist nicht so gut, das Internet ist leider zu schlecht. Ich arbeite daran aber ich denke das wichtigste ist zu erkennen:)






Am nächsten Morgen hab es ein gutes Frühstück bei unserem Gastgeber und nette Gesellschaft dazu. Mein Tee wurde frisch aus dem Garten geernet-was ich super fand und wir haben jeden morgen eine kleine Spezialität aus Kolumbien zum Frühstück bekommen.Heute stand eine Wanderung zu 2 Wasserfällen auf unserer Liste. Leider hat sich der Zeitplan etwas verschoben, da ich nen kleinen Stunt über die Hängematte hingelegt habe. Ich wollte mich an die Hängematte setzen (Rückwärts) und das ging ordentlich daneben. Habe ne Rolle Rückwärts über die Matte gemacht und mit meinem Kopf an nem Bambusrohr gebremst. Es gab nen lauten Bums und ne Beule ist bis heute geblieben und ne kleine Wunde am Arm. Nach dieser kurzen Verzögerung konnten wir aber los. Insgesamt sind wir 2 Stunden durch den Dschungel gewandert, an riesigen Bambus vorbei und wunderschöner Natur. Die Wasserfälle waren sehr schön, Dave ging baden und wir haben entspannt. Es war cool zu sehen, dass dies anscheinend auch für Kolumbianer ein gefragtes Ausflugsziel fürs Wochenende ist. Auf dem Rückweg haben wir uns Minca angesehen und waren essen. Ich habe einen spitzen Milchhake getrunken. Uns ist aufgefallen, dass das der Service hier unheimlich lange dauert. Hat natürlich zum Vorteil, dass man sich noch mehr auf sein Essen freut und definitiv alles aufisst. Wir haben uns vorgenommen weniger ungeduldig zu sein und einfach schon ne halbe Stunde bevor wir Hunger kriegen essen gehen.
Den letzten Tag haben wir nur zum Entspannen genutzt und unsere Mückenstiche beweint. Ich vergesse jedes Mal wie ätzend Mückenstiche sind und hier sind sie auch mehr schmerzhaft als in Deutschland. Heute werden wir ins Mückenspray baden. Zusammen mit unseren Katzen haben wir den Dschungel und die Hängematten genossen (diesmal ohne Stunt) und um die Wette geschlafen. Die Katzen haben gewonnen.
Zum Abendessen waren wir in Minca in einem vegetarischen Restaurant, darüber habe ich mich sehr gefreut und dort haben wir deutsche getroffen. Eine sehr große Eidechse lief mit uns über die Straße und auf dem Rückweg haben wir zufällig unseren Gastgeber getroffen der uns auf der Ladefläche von seinem Pick-Up mitgenommen hat (ich möchte nur so mitgenommen werden). Zusammengefasst war es wunderschön und können es nur empfehlen falls ihr mal hier in der Ecke seid. Als kleines Dankeschön haben wir die Infobroschüre über das Glamping und die Aktivitäten für unseren Gastgeber auf Deutsch übersetzt. Er sagte, dass er unsere Namen unter die Übersetzung schreibt. So bleiben wir doch etwas länger hier als gedacht. Dave hat früh Morgens einen Tukan entdeckt- irre! Morgen geht es dann weiter nach Palomino und wir wechseln so vom Dschungel zum Strand. Wir lesen uns da….














