Auf nach Playa de Carmen! Ein netter Ort mit viel Strand (sogar zum Teil ohne Algen). Wir wohnen etwas außerhalb aber können so den Touristen aus dem Weg gehen. Wir haben uns ein nettes Hotel mit Meerblick gegönnt und freuen uns über den Pool auf dem Dach und die Sonne, die uns auch hier nicht im Stich lässt.
Es werden unsere letzten Tage in Mexiko und im Ausland werden. Etwas früher als geplant reisen wir in wenigen Tagen zurück nach Deutschland. Genauer gesagt nach Halle. Die 3 Tage in Playa de Carmen verbringen wir am Strand und erledigen die letzten Dinge für unserer Rückreise. Tanken noch mal ordentlich Sonne und nehmen alles mit was Mexiko uns bieten kann. Lassen einigen Dinge aus dem Rucksack zurück und packen neu gekaufte Sachen ein. Am Ende werden wird unser Rucksack etwas voller sein aber nur 2 Kilo schwerer als beim Abflug in Berlin.
Es war eine irre und aufregende Zeit für uns. Schwierig in Worte zu fassen. Ich werde etwas vermisse unsere größeren und kleineren Abenteuer aufzuschreiben. Wir freuen uns auf zu Hause und alles was uns dort erwarten wird. Vor allem auf die erste Scheibe ordentliches Brot. Wir verbringen jetzt noch etwas Zeit in Halle und fahen Mitte Juli nach Berlin zurück.
Es hat Spaß gemacht mit euch unterwegs gewesen zu sein und wir freuen uns sehr jeden von euch bald zu sehen.
Ich mach es kurz: Adios und bis gleich!
Nach der Reise ist vor der Reise
Legende der Reise:
Reisezeit: 15.02.2021-25.6.2021 insgesamt 131 Tage
Kontinente: 3
Länder: 4
Städte: Teneriffa: 2, La Gomera 4, Kolumbien: 12, Costa Rica 7, Mexiko 6
Flüge: 9 , ca. 26.823 km Flugstunden insgesamt ca: 39 Stunden
Weiter geht es für uns nach Tulum. Etwas wehmütig verabschieden wir uns von Valliadolid, wir waren wirklich gerne da. Die Anreise war super entspannt und wir hatten ein wirklich schönes Apartment.
Leider war weder das Wetter noch die Algen auf unserer Seite. Eine Woche waren wir in Tulum und es hat jeden tag geregnet. Oft leider den ganzen Tag lang. Am ersten Tag haben wir es aber an den Strand geschafft. Einer der traurigsten Strand- Momente. Es war wunderschön, super Sand, genug Platz und ein sehr blaues Meer. Leider gab es aber zu der Zeit eine Algenplage an der ganzen Küste. Das heißt der komplette Strand war voller Algen die das baden unmöglich gemacht haben. Das war natürlich hart enttäuschend für uns.
In Tulum gibt es außer den Strand nicht wirklich was zu sehen außer viele Touristen. Wir waren also viel spazieren in den Momenten wo es nicht geregnet hat und haben entspannt. Wir haben den besten Magarita auf der ganzen reise gefunden und die Zeit zum Shoppen genutzt.
Leider habe ich den Schlüssel von Apartment verloren. Auf eine sehr seltsame Art und Weise. Wir waren nur kurz beim Späti und danach war einer der 3 Schlüssel weg. Wir hatten natürlich nichts dabei aber konnten zum Glück durch den Garten des Nachbarn (der sich nicht fragte was wir da tun) in unser Apartment klettern und wurden am nächsten Morgen erlöst. Wir mussten nur 15 Euro zahlen. Ich habe mich natürlich sehr geärgert und werde nun keine Schlüssel mehr bewahren. So war Tulum, kein Highlight aber so war die Freude größer weiter zu ziehen, nach Bacalar, wo ein See und hoffentlich Sonne auf uns wartet.
Heute ist es soweit und wir fliegen nach Mexiko. Lange ersehnt und eingetroffen-Wunderbar. Am Flughafen in San Jose treffen wir auf einige Reisende aus Deutschland. Flug und Anreise verläuft ziemlich entspannt. Wir hatten noch relariv viel geld zum ausgeben am Flughafen übrig. Aber es gab nichts zum einkaufen. Sehr enttaäuschend, am Ende habe ich für 7 Euro M&Ms gekauft ( Ja, nur eine kleine Packung war so teuer, ich habe jeden einzelenen sehr langsam gegessen).
Angekommen am Flughafen- besteht Daves Rucksack nicht den Schnüffeltest des sehr süßen Hundes. Alles ausgeräumt und natürlich nichts gefunden. In Cancun kommt und eine sehr angenehme Hitze entgegen. Wir warten etwas auf unseren Shuttel und landen müde aber froh im Hotel. Am nächsten Morgen testen Dave das Gym und wir frühstücken neben vielen Amerikanerinnen. Am Vormittag machen wir uns auf zum Busbahnhof und waren 2 Stunden nach Valladolid. Ein kleines Dorf, wo wir einige Tage verbringen wollen. Das Reisen hier ist super einfach und es gab sogar einen Film im Bus. Natürlich auf Spanisch aber da es ein Katastrophen Film war, gab es nicht viele schwierige Dialoge.
Angekommen in Valladolid nehmen wir ein Taxi zur Unterkunft und werden empfangen. Leider lief bei der Buchung was schief und niemand hat mit uns gerechnet. Nicht schlimm, wir gehen einkaufen und unser Apartment wird auf Vordermann gebracht.
Das kreativste Bett von allen bis jetzt
Wir fühlen uns sehr wohl und was super ist, ist das wir noch ein Moped dazu bekommen. Quasi unser Mini Cesar 4, so sind wir freier und müssen uns nichts leisten. Die nächsten Tage verbringen wir mit erkunden der Stadt. Es ist sehr hübsch hier, super bunt, etwas laut und die Mexikaner sind sehr nett und hilfsbereit uns gegenüber. Natürlich probieren wir uns durch etliche Speisekarten. Guacamole ist bei jedem Essen ein muss:). Das Wetter hier ist super, sehr heiß aber wir halten es länger auch in der prallen Sonne aus. In Kolumbien und Costa Rica war das nicht möglich.
Wir schauen uns 2 Maya Stätten an und tauchen so etwas in die Vergangenheit an. Unsere sehr netten Gastgeber laden uns zum Essen ein. Da erfahren wir, dass Felipe die Maya Kultur noch lebt und ein Nachfahre der Mayas ist. Er bringt uns einige Wörter bei und wir erfahren, dass sein Sohn in der Schule die Maya Sprache lernt. Die Kultur lebt also noch, was uns gar nicht bewusst war. Ich habe ihm erzählt dass meine Schwester Maya heißt und das war für ihn unfassbar. Eine Unmöglichkeit hier. Es ist ein sehr netter Abend und ich trinke meinen ersten Meskal. Leider bin ich kein Fan. Ich halte mich an die Magaritas hier. Während wir noch in Valladolid waren, wurde hier gewählt. In Mexiko ist es so, dass dann 3 Tage vor den Wahlen kein Alkohol verkauft werden darf. Über den Sinn darüber wird viel diskutiert und wir haben dennoch Alkohol über die Theke gehen sehen.
Unser Mini Cesar 4Ein altes Relikt
Was uns viel Freude bereitet hat waren die Cenoten. Eine Karsthöhle mit Grundwasserzugang. Die Mayas haben diese für ihre Wasserversorgung genutzt und wir baden jetzt darin. Es gibt unzählige hier in der Gegend. Wir haben uns 3 ausgesucht und fanden jeden wunderschön. Wir hatten das große Glück, dass wir fast immer ganz allein waren und es so noch mehr genießen konnten. In jeder Cenote gab es Fische, einige waren sehr interessiert an uns, Vögel, Schmetterlinge und Libellen. Eine sehr besondere Art und Weise schwimmen zu gehen. Ich denke wir werden noch einige auf unserer Reise hier mitnehmen.
Wir haben unseren Aufenthalt hier noch um 4 Tage verlängert. Es hat uns so gut gefallen, hier neben Mexikanerinnen zu wohnen und die Stadt und das Umland zu erkunden. Jetzt geht es für uns weiter nach Tulum. Etwas skeptisch sind wir aber schauen wir und das mal an. Wir lesen uns da.
Heute geht es für uns weiter entlang des Pazifiks. Wir haben noch eine Woche Costa Rica und wollen in der letzte Woche alles aufsaugen. Wir haben uns dazu entschlossen 2 Tage direkt am Meer zu verbringen. Wir haben eine nette Unterkunft gefunden und es sind tatsächlich nur 20 Meter zu Meer. Wir verbringen die 2 Tage meistens im Wasser, machen Strandspaziergänge, der Strand ist Kilometerlang und Menschenleer, und arbeiten an unserer Bräune.
Nach den 2 Tagen im Meer fahren wir weiter zum National Park Manuel Antonio. Einen Park wollen wir noch mitnehmen, mit der Hoffnung neue Tiere zu sehen. In dieser Unterkunft können wir endlich waschen. Ihr macht euch keine Vorstellung wie unsere Sachen riechen, weil sie nie wirklich trocken geworden sind. Aber hier riechen unsere Zimmer jetzt nach frischer Wäsche. Auch ein großes Highlight ist der Backofen. Endlich wieder Auflauf nach 4 Monaten. Himmlisch. Der Ausflug in den Park ist ein absoluter Erfolg. 4 Stunden wandern wir durch den Park der viele verschiedene Vegetationen zu bieten hat. Vor allem die Strände sind traumhaft schön. Auch hier entdecken wir viele Tiere und sehen unser erstes wildes Faultier. Wir haben großes Glück, da dieses Faultier sehr aktiv ist und den Baum herunter klettert. Dadurch das es natürlich nicht schnell war, konnten wir es eine ganz Zeit lang beobachten. Genau diese Sichtung war unser Wunsch für den Besuch und wir sind sehr froh das es geklappt hat. Der Ort an dem wir hier sind ist nicht sonderlich schön. Unheimlich viele Hotels und Angebote für Touris. Die letzten Tage wollen wir in den Bergen verbringen bevor es zurück nach San Jose geht und dann direkt nach Mexiko. Wir sind gespannt was uns dort erwartet. Definitiv kühleres Wetter und ganz ehrlich wir freuen uns darauf.
Der Tukan hat uns am Tag unserer Abfahrt verabschiedet
Es geht nun weiter in die Berge für uns. Auf der Fahrt nehmen wir noch einen schönen Strand und ein Snack unter Papageien mit. Danach schlängelt sich Cesar 3 immer weiter nach oben in die Berge. Das Wetter wird immer schlechter und kälter, es regnet und ist super nebelig. Nach 3 Stunden kommen wir in unserer neuen Unterkunft an. Begrüßt werden wir von unserem netten Gastgeber der uns selbst gemachte Marmelade schenkt. Die Holzhütte ist super. Rustikal, simpel und mit Kamin. Es ist so kalt das wir ihn direkt anmachen und den Abend am Kamin verbringen. Es ist etwas seltsam wieder dicke Pullover und lange Hosen zu tragen aber auch eine willkommene Abwechselung.
Am nächsten Tag beschließt der Regen für uns, dass wir den Tag drinnen am Kamin verbringen. Zum Glück ist es am Tag drauf wieder besser und wir erkunden etwas die Umgebung, sehen uns Santa Maria an und kaufen Kaffee. Als wir im laden mit angrenzender Kaffeeproduktion erzählen dass wir aus Deutschland sind, ist die Freude groß und wir dürfen einen kurzen Blick in die Abfertigung werfen. Den Kaffee den wir sehen wird nach Hamburg verschifft. Natürlich verzaubert Costa Rica uns auch in den Bergen. Es ist so grün und alles wirkt sehr lebendig. Es erinnert uns an eine Mischung aus La Gomera un dem Thüringer Wald. Danach erkunden wir den sehr süßen Garten der zu unserem Haus gehören und entspannten. Morgen geht es weiter nach San Jose, wo wir uns von Cesar 3 trennen müssen, und danach weiter nach Mexiko fliegen. Es ist unvorstellbar, dass wir morgen schon in Mexiko schlafen gehen werden. Im Garten haben wir ein vierblättriges Kleeblatt gefunden. Auf dass es uns Glück in Mexiko bringt. Wir lesen uns dann in der Sonne von Mexiko wieder…
Nachdem wir uns von der Karibik verabschiedet haben geht es zurück nach San Jose. Eine Nacht schlafen wir dort und holen dann unseren Cesar 3 ab. Er fällt etwas größer aus als die davor. Mit Cesar 3 starten wir nun unseren Roadtrip durch Costa Rica. Wir wollen den Pazifik erkunden und was diese Seite von Costa Rica zu bieten hat.
Die Straßen hier sind super ausgebaut und so können wir uns gut mit Cesar bewegen. Unser erster Halt ist La Fortuna. Ein kleines Dorf mitten im Land. Hier wollen wir uns den ersten National Park ansehen. Wir haben eine sehr schöne Unterkunft gefunden mitten im Nirgendwo. Hier können wir gut unsere Lebensmittelvergiftung komplett auskurieren bevor es zum Vulkan geht.
Wir machen uns also auf zum National Park und dem dazugehörigen Vulkan. Leider hängen die Wolken sehr tief, so können wir dne Vulkan nicht ganz sehen. Er gehört zu den wenigen Vulkanen auf der Welt die noch aktiv sind und vor weniger als 30 Jahren das letzte Mal ausgebrochen sind. Daher dürfen wir nicht bis nach oben. Dafür erkunden wir den Natur um den Vulkan. Wir sehen einen Nasenbären, der sich nicht an uns stört und einige Zeit bei uns bleibt, viele Leguane und ein Wasserschwein. Die vielen Insekten die sich ständig um uns herum finden erwähne ich nur kurz an dieser Stelle. Sehr beeindruckt hat uns ein 400 Jahre alte Baum der den letzten Ausbruch überlebt hat und wahnsinnig aussieht. Die Landschaft ist sehr beeindruckend und wunderschön. Zusätzlich ist es toll, dass wir ganz alleine sind, da nur super wenig andere Touristen sind im Park befinden. Wir finden es war ein guter Start für unsere Naturerfahrung. Das Dorf la Fortuna besuchen wir nur ganz kurz, da es nicht viel zu bieten hat. Die Dörfer die wir bis jetzt gesehen haben sind nicht sehr schön aber dafür sind wir zum Glück auch nicht hier.
Nach 3 Tagen machen wir uns auf nach Guayabo. Wir nähern uns der Küste aber bis wir dort sind, nehmen wir hier noch einen weiteren National Park mit. Hier ist unsere Unterkunft nicht sehr hübsch aber praktisch. Wir haben es nicht weit zum Park und einen guten Parkplatz für Cesar 3. Hier ist der National Park etwas anders. Wieder gibt es einen dazugehörigen aktiven Vulkan und wir können viele heiße Quellen und sehr stinkende Gewässer die brodeln sehen. Wir haben großes Glück und entdecken eine Familie von Klammeraffen. Besonders an ihnen ist, dass sie ihren Schwanz als fünftes Gliedmaß benutzen und sich somit sehr athletisch durch die Bäume bewegen. Nach dem ausgiebigen Spaziergang entscheiden wir uns in den heißen Quellen zu baden die überall zu finden sind. Aufgeheizt werden sie vom Vulkan und sind zwischen 38 und 42 Grad heiß. Bestes natürliches Spa. Sobald es dunkel wird kommen hier unfassbar große Kröten raus und noch mehr Insekten. Wir haben uns mit der Zeit daran gewöhnt umgeben von tausenden Insekten zu sein und selbst die ekeligen nehmen wir mittlerweile mit Gelassenheit hin. Kolumbien und Costa Rica hat uns sehr abgehärtet.
Nach 2 Nächten fahren wir Richtung Pazifik und Quartieren uns in Garza ein. Hier haben wieder eine sehr schöne Unterkunft mitten im Dschungel. Als wir wieder den Strand sehen freuen wir uns sehr. Diese Küste hat im Vergleich zur Karibik sehr schöne Strände. ich wiederhole mich wahrscheinlich aber es sieht alle sehr nach Postkarte, Naturdoku und unheimlich schön aus. Egal was nach der nächsten Ecke kommt, es ist meistens schöner als was wir davor gesehen haben. Überall ist es grün, jeder Fleck ist bewachsen, viele Blätter von Pflanzen sind größer als ich. Es gibt so viel zu entdecken.Dieser wunderschöne Fleck Erde hat sich natürlich herumgesprochen und so haben einige Stars wie Mel Gibson und Gisele Bündchen hier ein Haus. Hier begegnen uns viele Rinder und Pferde die einfach frei herumlaufen. Wir verbringen eine Woche hier und sehen uns jeden Tag einen anderen Strand an. Die Strände sind alle sehr weitläufig, Menschenleer und das Meer ist teifblau. Auch hier sind die Dörfer nicht sonderlich schön aber wir können problemlos einkaufen und kriegen alles was wir so brauchen.
Dave und Cesar 3Damit ich nicht zu lange ohne Fahrstunden bin, habe ich einige in Costa Rica genommen.
Wie es die Überschrift schon verrät, wir sind in Costa Rica und somit in unserem dritten Land angekommen. Es war doch ein beschwerlicher Weg nach Costa Rica. Aus Jardin sind wir mit 2 Stunden Verspätung gestartet. Die Busse fuhren wieder aber durch einen Unfall kam unser Bus verspätet an. Die Straßenspeere bestand weiterhin, wir und alle anderen Fahrzeuge haben einen sehr Abenteuerlichen Umweg genommen. So haben wir eine kleine Tour durch die Kaffeeplantagen bekommen. Das dies nur der Anfang der aktuellen Ausschreitungen in Kolumbien war, haben wir nicht geahnt. Wir waren natürlich sehr froh darüber, dass wir nicht weiter davon betroffen waren aber dennoch ist sehr sehr bestürztend zu sehen was passiert. Für uns ist es jetzt wo wir das Land, die Leute und die Geschichte besser kennen etwas mehr als nur eine Schlagzeile.
In Medellin gönnten wir uns erneut das super Sandwich am Busbahnhof und sind zu unserem alten Hotel gefahren. Die Einreise in verschiedende Länder ist natürlich in diesen Zeiten komplizierter geworden und wir mussten schon vor Abflug noch einiges für Kolumbien aber auch für Costa Rica ausfüllen. Was wirklich viel Zeit und einige Nerven in Anspruch nimmt. Leider kamen wir nicht drum herum eine “ Quarantäne-Versicherung“ für Costa Rica abzuschließen. Wir dachten, dass wir es auch ohne schaffen würden aber die Kontrolle ist verschärft worden. Also mussten wir schweren Herzens eine Versicherung für den Fall abschließen, dass wir während unseres Aufenthalts in Costa Rica in Quarantäne müssen. Dann übernimmt die Versicherung die Kosten für die gestellte Unterkunft. In einigen Fällen eventuell sinnvoll in unserem aber gar nicht. 500 Euro haben wir dafür zahlen müssen. Das Costa Rica uns einiges Kosten würde wussten wir schon aber das es schon vor Ankunft beginnt war etwas ernüchternd. Aber gut-nützt ja nüscht- alles abgeschlossen und ausgefüllt! Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von Kolumbien. Es ist uns doch sehr ans Herz gewachsen und so waren wir etwas wehmütig. Zuerst ging es mit dem Flieger nach Bogota und von da aus weiter nach San Jose. Die Flüge waren entspannt und Abends waren wir dann in Land Nummer 3. angekommen. Wir sind zu unserem Apartment, waren einkaufen und haben den Tag mit großer Freude morgen alles im hellen zu sehen beendet.
San Jose begrüßte uns mit schönem Wetter am nächsten Tag. Wir machten uns auf dem Weg unsere Umgebung zu erkunden und einige Erledigungen standen noch auf unserem Zettel. Wir waren in einem Vorort von San Jose. Es war alles ziemlich aufgeräumt und wir bemerkten schnell den Amerikanischen Einfluss. Hier ist es nicht so wuselig, laut wie in Kolumben und die Menschen schienen zurückhaltender. Unser erstes kulinarisches Erlebnis in Costa Rica war Taco Bell ( eine amerikanische Fast Food Kette). Jaaaaaaaa, nicht sehr landestypisches Essen aber es hat uns sehr gereizt und positiv überrascht.
MarktplatzSonnenuntergang von unserem Apartment aus
Den nächsten Tag haben wir für weitere Organisation genutzt und Montag ging es dann für uns Richtung Karibik :). Wir haben den Bus genommen und nach 5 Stunden waren wir da. Hier ist es ähnlich wie in Kolumbien, für kurze Strecken braucht man Ewigkeiten. Wir fuhren vom Busbahnhof in San Jose los, an dem Montag begann der Lockdown, es war also gut für uns den Lockdown zu verlassen da dieser nur für die Hauptstadt in Kraft getreten ist. So haben wir ein ausgestorbenes San Jose gesehen. Nach den 5 Stunden waren wir endlich in Puerto Viejo. Ein kleines Dorf an der Karibikküste. Im Bus fielen uns schon die vielen Touristen auf ( im Vergleich zu ohne Corona natürlich extrem wenige aber für uns waren es mehr als wir in ganz Kolumbien gesehen haben). Im Ort angekommen wussten wir dann, dass wir in einem kleinen Tori Dorf waren. Unsere Gastgeberin holte uns ab und zum Glück lag unsere Unterkunft außerhalb und mitten im Regenwald. Ihr Anwesen wo auch unser Apartment war, gehörte ihr und ihrem Mann. Beide kommen aus Amerika und haben sich das Land gekauft um hier einen ruhigen Lebensabend zu verbringen und haben 2 Apartments auf ihrem großen Grundstück welche sie vermieten. Beide sind unheimlich nett und das Apartment gehörte zu den schönsten die wir bisher hatten. In ihrem Garten durften wir uns an den Früchten bedienen. Es hat schon was seine Banane zum Frühstück direkt vom Baum zu pflücken. Wir haben auf ihren Grundstück unheimlich viele Tiere beobachten können. Es ist unfassbar wie viele Tiere hier sind und wenn man genau hin sieht dann entdeckt man so viele von ihnen. Morgens wurden wir oft von Brüllaffen geweckt und Abends kam uns immer ein Kolibri besuchen. Auch eine Familie von Affen hat sich durch die Bäume im Garten gehangelt.
Unser Apartment mit unseren Fahrrädern/ 03.05-10.05.21
In den nächsten Tagen haben wir die Umgebung mit unseren Fahrrädern erkundet, waren am Strand und haben uns ein Rescue Center für Tiere angesehen. Es hat total Spaß gemacht mit den Rädern auf der ebenen Straße nah am Meer entlang zu fahren und die kleinen Wege durch den Wald zu erkunden. Der Strand hier ist nicht sehr breit aber dafür unheimlich lang. Wir haben nicht die ganze Strecke geschafft aber bestimmt kann man 4 Stunden nur am Strand spazieren gehen ohne das Ende erreicht zu haben. Das Meer ist tief blau und ziemlich wild. Vom schwimmen wird wegen der starken Strömung abgeraten. Das Klima ist ziemlich tropisch, was natürlich keine Überraschung ist. Es fühlt sich anders an als in Kolumbien. Ihr könnt euch bestimmt erinnern, wenn ihr im Zoo seit und die Tür zum tropischen Bereich nehmt. Die Hitze die euch entgegen kommt und das atmen plötzlich sehr schwer wird. Genau so ist es hier nur dass es keine Tür raus gibt. Wir schwitzen also wieder viel. Der Regenwald und die Regenzeit die nun hier angebrochen ist halten ihr Versprechen, es regnet jeden Tag für ein paar Stunden. Was aber nicht weiter schlimm ist, es ist nur schade das der Regen keine Erfrischung bringt sondern nur noch mehr Luftfeuchtigkeit. Es ist schwer unsere Sachen trocken zu kriegen. Meine Birkenstocks haben tatsächlich Schimmel angesetzt. Puerto Viejo, wie oben schon beschrieben, sehr touristisch. Uns hat es so eine gute Pizza beschert und Cocktails am Strand. Der karibische Flair wird hier sehr hoch gehalten und das Motte von Costa Rica „Pura Vida“ ausgiebig gelebt. Es wird besonders mit diesen 5 bekanntensten Bob Marley Liedern unterlegt. Das war schon so in Kolumbien. Wenn ich eins davon noch einmal hören muss, werde ich den Stecker ziehen müssen. Einen Abend haben wir mit unseren Gastgebern und einem befreundeten Paar von Ihnen gegrillt. Das war super nett. Jeder hat etwas zu Essen mitgebracht und so hatten wir am Ende ein Amerikanisches-Costa Rica- Deutschland Barbeque. Wir hatten uns für den Klassiker Nudelsalat und Kräuterbutter entschieden ( natürlich selbst gemacht). Kam super an. An dem Abend haben wir viel über die Geschichte und die aktuelle Lage in Costa Rica erfahren, was super für uns war.
Unser Ausflug ins Rescue Center war definitiv ein Highlight. Nicht nur das wir eine gute Organisation unterstützen konnten, etwas über die Tierwelt hier gelernt und gesehen haben, sondern mein großer Wunsch Faultiere zu sehen ist in Erfüllung gegangen. Und was für Faultiere- ein Faultierkindergarten. Unglaublich süß- ich kann es kaum in Worte fassen. Ihr könnt es auf den Fotos erahnen. Ein bisschen Berlin haben wir hier auch gefunden- im Kühlregal stand Club Mate :).
Die Woche verging wie im Flug. Leider schlich sich zum Ende eine Lebensmittelvergiftung bei uns ein. Nicht sonderlich schön aber es war nur eine Frage der Zeit. Für uns geht es jetzt zurück nach San Jose wo wir unser Auto holen und unseren Rundtrip beginnen. Ab jetzt werden wir uns von National Park zu National Park entlang des Pazifiks hangeln und schauen was dieser Teil von Costa Rica für uns bereit hält. Also auf gehts- Roadtrip!!!!!
Wir verabschieden uns von Guatape und machen uns auf nach Jardin. Wir nehmen ein Taxi nach Medellin zum Busbahnhof. Medellin taucht sehr plötzlich auf und sieht sehr beeindruckend aus. Eine Stadt umgeben von Bergen und grün. Da wir gerade auf Netflix die Serie Narcos ( handelt über das Leben von Pablo Escobar und spielt natürlich viel in Medellin) schauen, ist es für uns doppelt spannend einen kurzen Einblick von Medellin zu bekommen. Wir sind uns sicher dass es sich sehr lohnt Medellin zu besuchen. Das schreiben wir auf die nächste Liste.
Am Busbahnhof kaufen wir unsere Bustickets und essen das beste Sandwich was wir je hatten. Wir wissen nicht wie es grad in Deutschland aussieht aber hier in Kolumbien stehen überall kleine Wasch-Stationen. Super praktisch und sehr effizient wie wir finden. Wir wünschen und das auch nach Corona für überall. Der große Busbahnhof ist super leer worüber wir uns natürlich sehr freuen. Generell profitieren wir davon dass es überall leer ist und nur weniger Touristen aktuell reisen. Wir können uns nur vorstellen wie es vor über einem Jahr war und wieder sein wird. Die Busfahrt ist recht entspannt, also entspannt wie das Busfahren in Kolumbien eben ist. Am frühen Abend treffen wir in Jardin ein. Unser Apartment liegt mitten im Dorf. Hier gibt es wieder Einschränkungen beim Einkaufen aber heute sind wir drin und so gehen wir einkaufen ( ist schon zu unserem Ankunfts-Ritual geworden) und beenden den Tag.
Einer der unzähligen Wasch-Stationen
Auch hier gibt es Beschränkungen. Ab 20 Uhr darf das Haus nicht mehr verlassen werden und am Wochenende folgt ein erneuter Lockdown. Wir beschließen unseren Flug nach Costa Rica umzubuchen und Kolumbien eine Woche früher zu verlassen. Jardin ist ähnlich wie Guatape. Es ist bunt und umgeben von Bergen, genauer gesagt den Anden. Es ist wunderschön. Wir lassen uns auch hier durch das Dorf treiben. Auf dem Dorfplatz steht eine viel zu große wirkende Kirche und überall stehen bunte Tische und Stühle welche zu den umliegenden Cafes gehören. Es wird hier Kaffee und natürlich Bier getrunken. Der Kaffee wird überall in sehr süßen Tassen serviert. In Berlin werden diese teuer verkauft und bei meiner Uhroma stehen sie im Schrank. Dave gönnt sich natürlich jeden Tag einen Kaffee und ich probiere mich durch das Saftangebot. Auch hier finden wir viele Pferde. In Jardin jedoch stehen sie nicht nur auf der Koppel sondern gehören zum Stadtbild. Wir mussten sehr lachen als ein Kolumbianer mit seinem Pferd vor die Kneipe geritten ist und ein Bier bestellt hat.
In den nächsten Tagen erkunden wir die Umgebung und wandern verschieden Wege rund ums Dorf. Wir treffen auch hier auf sehr nette Menschen, die sich über uns freuen und alle sehr neugierig sind woher wir kommen. Der Lockdown schlägt uns dieses Mal sehr aufs Gemüt. Die Regierung hier zog die Beschränkungen noch mehr an und so muss unter der Woche jeder um 17 Uhr zu Hause sein. Kurz vor 17 Uhr beginnt jeden Tag eine kleine Dorfwanderung. Dave geht zum Friseur und wir machen noch kleine Erledigungen bevor es zurück nach Medellin geht. Von Medellin aus werden wir nach Bogota fliegen und von Bogota nach Costa Rica. Heute erfahren wir, dass die Straße die der Bus nehmen muss von einigen Indigenen Menschen die hier leben blockiert wird. Schon seit mehreren Tagen. Den Grund kennen wir leider nicht. Ob wir also Morgen nach Medellin und Freitag nach Costa Rica kommen ist noch ungewiss. Es bleibt spannend. Ich werde euch berichten…..
Heute Morgen sind wir erholt in Medellin aufgewacht. Was uns sofort auffällt ist das Grüne überall und die fehlende Hitze. Unsere Unterkunft ist nah am Flughafen und umgeben von grünen Bergen. Wir frühstücken und nehmen ein Taxi nach Guatape. Auf der Fahrt freuen wir uns über Wälder und sattes grün um uns zu haben. Der Taxifahrer liefert uns nach einer Stunde an unserem neuen Apartment ab, wo wir freudig empfangen werden. Unser Apartment ist sehr groß und hat einen großen Balkon von dem wir einen See sehen können. An diesem Tag erkunden wir etwas die Stadt und gehen einkaufen.
Unsere EingangtürUnsere Aussicht
In den nächsten Tagen lassen wir uns durch Guatape und Umgebung treiben. Sehen uns die Stadt an, genießen die schöne Aussicht und machen eine Kanu-Tour. Unsere Pläne werden durch einen Wochenend-Lockdown um geschmissen. Wir entscheiden uns dazu den Lockdown anzutreten und von Freitag bis Sonntag das Haus nicht zu verlassen und danach erst weiter nach Jardin zu reisen. Den Lockdown ging doch erstaunlich leicht an uns vorbei. Guatape hat uns sehr gut gefallen. Die Menschen hier sind unheimlich nett. Wir lernen eine Frau kennen, die Verwandte in Stuttgart besucht hat, und sich mit uns über den Winter in Deutschland beschwert. Sie kann gar nicht verstehen wie wir diesen jedes Jahr immer wieder aushalten ( auch mir geht es ab Januar so). Was sehr schön ist, ist dass alles sehr bunt und liebevoll gestaltet ist. Guatape ist umgeben von vielen Flüssen und alles läuft etwas langsam. Große Fans werden wir von den „Restaurants“ in Guatape. Viele Kolumbianer bieten Speisen zum mitnehmen an und kochen sie in ihrer privaten Küche. So klopfen wir bei der Pizzeria an eine Haustür, wo eine Großfamilie lebt, geben unsere Bestellung auf und warten draußen bis die Pizza fertig ist. Auch waren wir bei einem Vegetarischen Restaurant ( was großartig war) und saßen bei der sehr netten Gastgeberin im Garten. Vorher mussten wir durch ihr Wohnzimmer und haben so ihre Familie kennengelernt. Unvorstellbar bei uns aber hier drücken einige zwei Augen zu. So kamen wir mit vielen Menschen in Kontakt, was ganz wunderbar war. In Guatape hat es jeden Tag geregnet, zum Glück nur Abends. Es hat auch wirklich jeden Abend gedonnert und geblitz, daher kommt wahrscheinlich auch hier das viele Grün. In Guatape hatten wir keine Hauskatzen aber dafür standen Pferde rum, wirklich überall. Nach gut 10 Tagen geht es für uns weiter nach Jardin. Der Abschied fällt uns tatsächlich etwas schwer. Guatape halten wir in sehr positiver Erinnerung.
Nach 10 Tagen Cartagena geht es nun weiter für uns. Wir wollen nach La Isla Grande, eine von mehreren kleinen Insel vor der Küste von Cartagena. Der Name täuscht denn groß ist die Insel nicht. Vom Hafen geht es also los mit dem Speedboot Richtung Insel. Die Fahrt dauerte ne gute Stunde und wir sind an vielen Mini Insel vorbeigefahren. Die meisten waren private Insel, meist nur so groß das zwei Häuser drauf passt. Einen Hafen oder ähnliches gab es nicht auf der Insel. Jede Unterkunft hatte einen Steg wo wir alle nach und nach aus dem Boot entlassen worden sind. Das war natürlich Luxus direkt am Anleger unseres Hostels anzukommen. Die Farbe des Meeres war unglaublich schön, viele verschiedene Türkisfarben und super klares Wasser. Nach der Ankunft und der netten Begrüßung von unserem Gastgeber, konnten wir nicht anders und sind direkt schwimmen gegangen. Es gab zwar keinen Strand direkt bei unserem Hostel aber einen kleinen Zugang ins Meer. Ich habe schon die Taucherbrille mitgenommen und einige kleine Fische gesehen. Am nächsten Tag hatten wir uns eine ausgedehnte Schnorchel-Tour vorgenommen. Nach der Erfrischung , sind wir mit einer kleinen Familie aus unserer Unterkunft ins Dorf gegangen. Über die Insel verteilt leben 1000 Kolumbianer, die längste Strecke um vom einen zum anderen Ende der Insel zu kommen dauert eine Stunde zu Fuß. Alles sehr Mini und leicht zugänglich. Das Dorf bestand aus wenigen Hütten, einem Fußballplatz ,einer Disco und 2 kleinen Läden zum Einkaufen. Und natürlich gab es super laute Musik, so wie überall in Kolumbien. Nicht nur laute Musik sondern super laute Musik, unangenehm laute Musik. Egal welche Qualität die Anlage hat und meistens ist sie schlecht. Hauptsache super laute Musik.
Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden und mit einigen aus unserem Hostel los zum schnorcheln. Es war unfassbar schön. Das Glitzern der Sonne, was unter Wasser zu sehen war, super viele Fische ( viele Doris, Nemo haben wir nicht gefunden) und unheimlich viele gesunde Korallen. Es hat so viel Spaß gemacht ein Teil davon zu sein und die Fische beim Frühstück zu beobachten. Obwohl wir alles nur von oben beobachtet haben, hatten wir trotzdem das Gefühl mitten drin zu sein. 2 Kilometer konnten wir raus schwimmen und dann begann der Abgrund wo wir nichts mehr sehen konnten. Ganz glücklich haben wir den Nachmittag mit entspannen verbracht.
Nach der Happy Hour und dem Sonnenuntergang ging unsere gebuchte Tour los- Mangroven und leuchtendes Plankton
Leider konnten wir keine Bilder machen, da weder Fritz noch unsere Handys unter den Umständen Fotos hätten aufzeichnen können. Daher versuche ich euch mit meinen Worten ein Bild zu malen.
Nach Sonnenuntergang ging es los. Ein Mitarbeiter aus unserem Unterkunft brachte uns ins innere der Insel, wo unser Tourguide mit seinem Kanu auf uns wartete. Er gab mir seine Taschenlampe, setze Dave und mich ins Boot und los ging es. Es war so dunkel das wir die Taschenlampe sofort brauchten und ich leuchtete uns den Weg durch die Mangroven. Es war absolut irre. Wir konnten nicht weiter als 2 Meter sehen und überall waren Mangroven und ihre riesigen Wurzeln die ins Wasser ragten. Es hatte etwas sehr magisches, wie in einem Märchen und gleichzeitig war es auch etwas gruselig. Die Mangroven gaben noch wenigen Minuten den Weg frei und wir kamen zu einer großen Lagune. In der Ferne sahen wir die Umrisse der Insel und den Wald. Das Wasser war ganz ruhig und der leichte warme Wind gab uns Wohlbefinden in diese Szenerie. Wir fuhren durch die Lagune aufs offene Meer hinaus. Über die leichten Wellen ging es an der Insel entlang und links in die nächste Lagune hinein. Wir waren da. Mitten in der Lagune gab es eine Steg, wo schon einige wenige andere auf uns warteten, natürlich auch deutsche, aus Düsseldorf, Alex an der Stelle liebe Grüße. Wir stiegen aus unserem Kajak aus und machten uns bereit fürs Schnorcheln. Das Wasser war sehr warm und das Gefühl aufregend in der Dunkelheit schwimmen zu gehen. Wir konnten nicht genau sehen wo wir sind, wie tief das Wasser ist oder was sich im Wasser befindet. Aber genau das brauchten wir. Denn in dem Moment als wir uns im Wasser bewegten fing das Wasser an zu leuchten. Bei jeder Bewegung leuchteten kleine hunderte Punkte auf. Immer und immer wieder. Es war der völliger Wahnsinn. Es war als würden wir in Glühwürmchen schwimmen oder durch den Sternenhimmel. Was im Wasser leuchtete war Plankton. Ihr leuchten ist ein Schutzmechanismus um sich vor Gefahren zu schützen. 30 Minuten schwammen und tauchten wir durch durch das dunkle leuchtende Nichts. Zurück ging es den selben weg durch die Lagunen und die Mangroven. Ein irrealer Ausflug den wir nie vergessen werden.
Am nächsten Tag sind wir morgens noch mal schnorcheln gegangen. Beim Mittagsessen haben wir einen sehr netten Kolumbianischen DJ kennengelernt, der sich freute das wir aus Berlin kommen. Er hat dort gerne aufgelegt und reist schon seit Jahren mit seinen DJ Sets durch Europa. Es war ein unvergesslicher Abschied von der kolumbianischen Karibik. Zurück nach Cartagena ging es wieder mit dem Speedboot. Und bei dieser Fahrt war Speed sehr groß geschrieben. Es fühlte sich wie eine sehr lange Achterbahnfahrt an, ich bin auf meinem Sitz durchgehend hin und her gewirbelt worden. Unsere Mitfahrerinnen konnten die Fahrt besser genießen und jubelten bei jeder großen Welle. Kurz vor der Ankunft wurde unser Boot plötzlich langsam und stoppte dann ganz. Verwirrung machte sich breit. Als ich sah das nach getankt wurde, war ich beruhigt. Doch irgendwas stimmte nicht, denn der Motor sprang nicht an. Nach etwa 20 Minuten auf dem Meer treibend bewegte sich nichts mehr. Als ich sah, dass die Crew anfing nach Hilfe zu rufen bzw zu winken, wurde ich unruhig und überlegte aus was ich mir etwas rundes basteln kann was ich Wilson nenne. Die ersten Boote hielten nicht an aber das dritte kam zur Hilfe. Anscheinend fehlte Öl. Das Öl was wir von dem Boot bekommen hatte reichte jedoch nicht lang. Also steuerten wir eine kleine Insel an, dort gab es etwas Öl aber auch das reichte nicht lange aus. Wir waren sehr froh das wir nah am Festland waren. Alle guten Dinge sind 3 und nach dem dritten auffüllen ging es wieder mit Tempo zum Ziel. Jetzt waren alle im Boot ruhig und wir hofften gemeinsam das wir unbeschadet in Cartagena an Land gehen können. Und so kam es auch. Nach der Ankunft nahmen wir ein Taxi zum Flughafen und warteten auf unseren späten Flug nach Medellin. In Medellin holte uns unser Gastgeber ab und fuhr uns zur Unterkunft. Wir schliefen nah am Flughafen um nicht nach Medellin zu müssen. Ein langer aufregender Tag ging zu Ende. Morgen wollten wir weiter nach Gautape. Aber jetzt erst mal schlafen…
Wir haben unsere Schuhe wieder an und machen uns auf nach Cartagena. Ein Bus bringt uns entlang der Küste dorthin. Es ist eine doch recht lange Fahrt für die wenigen Kilometer. Die Straßen hier sind schlecht und so dauert alles seine Zeit. In Cartagena nehmen wir ein Taxi zu unserer Unterkunft und freuen uns angekommen zu sein. Wir wohnen in „Getsemani“, einem kleinem süßen Viertel ( das Friedrichshain von Cartagena). Es ist doch recht touristisch aber das bringt für uns viele Annehmlichkeiten. Die vielen kleinen bunten Gasen erinnern uns wieder an Kuba und bringen viel karabisches Feeling mit sich. Es gibt unheimlich viel Graffiti an den Wänden und alles ist nett geschmückt mit Blumen, Regenschirmen oder Girlanden. Wir haben ein kleines Apartment im Hinterhof und wohnen so neben den Einheimischen hier. Den ersten Tag schließen wir mit einem Besuch im Supermarkt ( diese Mal gibt es keine Beschränkungen und so ist es ein super Erlebnis) und endlich wieder selber kochen ab.
In der Straße haben wir gewohnt
Da wir Gestern erst am Nachmittag angekommen sind, merken wir erst Heute wie heiß es in Cartagena wird. Ich weiß, dass habe ich schon in Santa Marta gesagt aber hier ist es noch heißer. Mein Körper ist noch nicht so überzeugt davon, daher muss ich den Tag bis es kühler ist bei der Klimaanlage verbringen. Am Nachmittag trauen wir uns raus und schauen uns etwas die Gegend an. Direkt neben unserem Viertel ist das „Reichere Viertel“. Das merkt man nicht nur an den sehr großen Autos und Yachten im Hafen sondern auch an den Läden und Restaurants. Unser Glück ist, dass wir so einen Supermarkt finden, der viele importierte Lebensmittel hat. Eine Stunde hüpfen wir freudig im Supermarkt rum und kaufen all das was uns schon seit einigen Wochen fehlt. Meine Highlights- Heidelbeeren, Leinsamen und Kinder Bueno.
Wir haben uns spontan dazu entschieden länger in Cartagena zu bleiben. So gehen wir den Reisenden über Ostern aus dem Weg und können unsere Rücksäcke mal länger entlasten. Wir den nächsten Tage verbringen wir damit uns die Altstadt anzusehen ( sehr schön, die Architektur ist für uns natürlich sehr vertraut), erkunden alles was wir zu Fuß erreichen können, regeln ein paar Orgasachen, sehen uns eine alte Festung an, stehen furchtbar früh auf um Joggen zu gehen und schwitzen.
Dave probiert sich durch das Street Food und hier und da trinken wir einen Cocktail von einem Straßenstand und beobachten dabei die Menschen. Seit euch sicher, jedes solcher Getränke trinken wir natürlich auf Inga und für alle von euch mit. Einen Abend verbringen wir mit 3 Kolumbianische Jungs die neben uns wohnen. Sie machen hier über die Feiertage Urlaub und es stellt sich heraus, dass sie genau zu der Zeit in Mexiko sind wenn auch wir vorhaben dort zu sein. Wir tauschen Nummern aus und eventuell sehen wir uns in Mexiko wieder. Auch hier habe ich super leckere Milchshakes gefunden, wir haben aus versehen unser Chile sin Carne mit Ketschup und nicht passierten Tomaten gekocht ( haben uns da im Supermarkt vergriffen und danach festgestellt, dass es keine passierte Tomaten oder ähnliches aus Kolumbien gibt, alles importiert), viel Musik auf den Straßen gehört und uns langsam im Rhythmus der Sonne bewegt. Die Tage fliegen nur so an uns vorbei ohne das es wirklich aufregendes zu berichten gibt. Wir haben unsere Pläne geändert und werden nicht an den Amazonas fliegen. Was sehr schade ist aber Corona lässt es nicht zu. Also werden wir am Sonntag auf eine kleine Insel vor Cartagena reisen und uns dort ordentlich von der kolumbianischen Karibik verabschieden. Danach fliegen wir nach Medellin und verbringen die restlichen 3 Wochen im inneren des Landes neben Kaffee und Bananen Plantagen. So werden wir schon etwas frühes als geplant nach Costa Rica reisen können.
Bester Snack der Welt!Aufsichts-Hund! Er stand jeden Tag dort und hatte alles im Griff
Wr hoffen, dass ihr schöne Ostertage hattet. Wir lesen und später…