Roadtrip Part 2

23.5.-30.05.2021

Heute geht es für uns weiter entlang des Pazifiks. Wir haben noch eine Woche Costa Rica und wollen in der letzte Woche alles aufsaugen. Wir haben uns dazu entschlossen 2 Tage direkt am Meer zu verbringen. Wir haben eine nette Unterkunft gefunden und es sind tatsächlich nur 20 Meter zu Meer. Wir verbringen die 2 Tage meistens im Wasser, machen Strandspaziergänge, der Strand ist Kilometerlang und Menschenleer, und arbeiten an unserer Bräune.

Nach den 2 Tagen im Meer fahren wir weiter zum National Park Manuel Antonio. Einen Park wollen wir noch mitnehmen, mit der Hoffnung neue Tiere zu sehen. In dieser Unterkunft können wir endlich waschen. Ihr macht euch keine Vorstellung wie unsere Sachen riechen, weil sie nie wirklich trocken geworden sind. Aber hier riechen unsere Zimmer jetzt nach frischer Wäsche. Auch ein großes Highlight ist der Backofen. Endlich wieder Auflauf nach 4 Monaten. Himmlisch. Der Ausflug in den Park ist ein absoluter Erfolg. 4 Stunden wandern wir durch den Park der viele verschiedene Vegetationen zu bieten hat. Vor allem die Strände sind traumhaft schön. Auch hier entdecken wir viele Tiere und sehen unser erstes wildes Faultier. Wir haben großes Glück, da dieses Faultier sehr aktiv ist und den Baum herunter klettert. Dadurch das es natürlich nicht schnell war, konnten wir es eine ganz Zeit lang beobachten. Genau diese Sichtung war unser Wunsch für den Besuch und wir sind sehr froh das es geklappt hat. Der Ort an dem wir hier sind ist nicht sonderlich schön. Unheimlich viele Hotels und Angebote für Touris. Die letzten Tage wollen wir in den Bergen verbringen bevor es zurück nach San Jose geht und dann direkt nach Mexiko. Wir sind gespannt was uns dort erwartet. Definitiv kühleres Wetter und ganz ehrlich wir freuen uns darauf.

Der Tukan hat uns am Tag unserer Abfahrt verabschiedet

Es geht nun weiter in die Berge für uns. Auf der Fahrt nehmen wir noch einen schönen Strand und ein Snack unter Papageien mit. Danach schlängelt sich Cesar 3 immer weiter nach oben in die Berge. Das Wetter wird immer schlechter und kälter, es regnet und ist super nebelig. Nach 3 Stunden kommen wir in unserer neuen Unterkunft an. Begrüßt werden wir von unserem netten Gastgeber der uns selbst gemachte Marmelade schenkt. Die Holzhütte ist super. Rustikal, simpel und mit Kamin. Es ist so kalt das wir ihn direkt anmachen und den Abend am Kamin verbringen. Es ist etwas seltsam wieder dicke Pullover und lange Hosen zu tragen aber auch eine willkommene Abwechselung.

Am nächsten Tag beschließt der Regen für uns, dass wir den Tag drinnen am Kamin verbringen. Zum Glück ist es am Tag drauf wieder besser und wir erkunden etwas die Umgebung, sehen uns Santa Maria an und kaufen Kaffee. Als wir im laden mit angrenzender Kaffeeproduktion erzählen dass wir aus Deutschland sind, ist die Freude groß und wir dürfen einen kurzen Blick in die Abfertigung werfen. Den Kaffee den wir sehen wird nach Hamburg verschifft. Natürlich verzaubert Costa Rica uns auch in den Bergen. Es ist so grün und alles wirkt sehr lebendig. Es erinnert uns an eine Mischung aus La Gomera un dem Thüringer Wald. Danach erkunden wir den sehr süßen Garten der zu unserem Haus gehören und entspannten. Morgen geht es weiter nach San Jose, wo wir uns von Cesar 3 trennen müssen, und danach weiter nach Mexiko fliegen. Es ist unvorstellbar, dass wir morgen schon in Mexiko schlafen gehen werden. Im Garten haben wir ein vierblättriges Kleeblatt gefunden. Auf dass es uns Glück in Mexiko bringt. Wir lesen uns dann in der Sonne von Mexiko wieder…

Unser Garten

Roadtrip Part 1

11.05-22.5.2021

Nachdem wir uns von der Karibik verabschiedet haben geht es zurück nach San Jose. Eine Nacht schlafen wir dort und holen dann unseren Cesar 3 ab. Er fällt etwas größer aus als die davor. Mit Cesar 3 starten wir nun unseren Roadtrip durch Costa Rica. Wir wollen den Pazifik erkunden und was diese Seite von Costa Rica zu bieten hat.

Die Straßen hier sind super ausgebaut und so können wir uns gut mit Cesar bewegen. Unser erster Halt ist La Fortuna. Ein kleines Dorf mitten im Land. Hier wollen wir uns den ersten National Park ansehen. Wir haben eine sehr schöne Unterkunft gefunden mitten im Nirgendwo. Hier können wir gut unsere Lebensmittelvergiftung komplett auskurieren bevor es zum Vulkan geht.

Wir machen uns also auf zum National Park und dem dazugehörigen Vulkan. Leider hängen die Wolken sehr tief, so können wir dne Vulkan nicht ganz sehen. Er gehört zu den wenigen Vulkanen auf der Welt die noch aktiv sind und vor weniger als 30 Jahren das letzte Mal ausgebrochen sind. Daher dürfen wir nicht bis nach oben. Dafür erkunden wir den Natur um den Vulkan. Wir sehen einen Nasenbären, der sich nicht an uns stört und einige Zeit bei uns bleibt, viele Leguane und ein Wasserschwein. Die vielen Insekten die sich ständig um uns herum finden erwähne ich nur kurz an dieser Stelle. Sehr beeindruckt hat uns ein 400 Jahre alte Baum der den letzten Ausbruch überlebt hat und wahnsinnig aussieht. Die Landschaft ist sehr beeindruckend und wunderschön. Zusätzlich ist es toll, dass wir ganz alleine sind, da nur super wenig andere Touristen sind im Park befinden. Wir finden es war ein guter Start für unsere Naturerfahrung. Das Dorf la Fortuna besuchen wir nur ganz kurz, da es nicht viel zu bieten hat. Die Dörfer die wir bis jetzt gesehen haben sind nicht sehr schön aber dafür sind wir zum Glück auch nicht hier.

Nach 3 Tagen machen wir uns auf nach Guayabo. Wir nähern uns der Küste aber bis wir dort sind, nehmen wir hier noch einen weiteren National Park mit. Hier ist unsere Unterkunft nicht sehr hübsch aber praktisch. Wir haben es nicht weit zum Park und einen guten Parkplatz für Cesar 3. Hier ist der National Park etwas anders. Wieder gibt es einen dazugehörigen aktiven Vulkan und wir können viele heiße Quellen und sehr stinkende Gewässer die brodeln sehen. Wir haben großes Glück und entdecken eine Familie von Klammeraffen. Besonders an ihnen ist, dass sie ihren Schwanz als fünftes Gliedmaß benutzen und sich somit sehr athletisch durch die Bäume bewegen. Nach dem ausgiebigen Spaziergang entscheiden wir uns in den heißen Quellen zu baden die überall zu finden sind. Aufgeheizt werden sie vom Vulkan und sind zwischen 38 und 42 Grad heiß. Bestes natürliches Spa. Sobald es dunkel wird kommen hier unfassbar große Kröten raus und noch mehr Insekten. Wir haben uns mit der Zeit daran gewöhnt umgeben von tausenden Insekten zu sein und selbst die ekeligen nehmen wir mittlerweile mit Gelassenheit hin. Kolumbien und Costa Rica hat uns sehr abgehärtet.

Nach 2 Nächten fahren wir Richtung Pazifik und Quartieren uns in Garza ein. Hier haben wieder eine sehr schöne Unterkunft mitten im Dschungel. Als wir wieder den Strand sehen freuen wir uns sehr. Diese Küste hat im Vergleich zur Karibik sehr schöne Strände. ich wiederhole mich wahrscheinlich aber es sieht alle sehr nach Postkarte, Naturdoku und unheimlich schön aus. Egal was nach der nächsten Ecke kommt, es ist meistens schöner als was wir davor gesehen haben. Überall ist es grün, jeder Fleck ist bewachsen, viele Blätter von Pflanzen sind größer als ich. Es gibt so viel zu entdecken.Dieser wunderschöne Fleck Erde hat sich natürlich herumgesprochen und so haben einige Stars wie Mel Gibson und Gisele Bündchen hier ein Haus. Hier begegnen uns viele Rinder und Pferde die einfach frei herumlaufen. Wir verbringen eine Woche hier und sehen uns jeden Tag einen anderen Strand an. Die Strände sind alle sehr weitläufig, Menschenleer und das Meer ist teifblau. Auch hier sind die Dörfer nicht sonderlich schön aber wir können problemlos einkaufen und kriegen alles was wir so brauchen.

Dave und Cesar 3
Damit ich nicht zu lange ohne Fahrstunden bin, habe ich einige in Costa Rica genommen.

La Pura Vida

Ankunft in Costa Rica / San Jose 30.4-3.5.2021

Wie es die Überschrift schon verrät, wir sind in Costa Rica und somit in unserem dritten Land angekommen. Es war doch ein beschwerlicher Weg nach Costa Rica. Aus Jardin sind wir mit 2 Stunden Verspätung gestartet. Die Busse fuhren wieder aber durch einen Unfall kam unser Bus verspätet an. Die Straßenspeere bestand weiterhin, wir und alle anderen Fahrzeuge haben einen sehr Abenteuerlichen Umweg genommen. So haben wir eine kleine Tour durch die Kaffeeplantagen bekommen. Das dies nur der Anfang der aktuellen Ausschreitungen in Kolumbien war, haben wir nicht geahnt. Wir waren natürlich sehr froh darüber, dass wir nicht weiter davon betroffen waren aber dennoch ist sehr sehr bestürztend zu sehen was passiert. Für uns ist es jetzt wo wir das Land, die Leute und die Geschichte besser kennen etwas mehr als nur eine Schlagzeile.

In Medellin gönnten wir uns erneut das super Sandwich am Busbahnhof und sind zu unserem alten Hotel gefahren. Die Einreise in verschiedende Länder ist natürlich in diesen Zeiten komplizierter geworden und wir mussten schon vor Abflug noch einiges für Kolumbien aber auch für Costa Rica ausfüllen. Was wirklich viel Zeit und einige Nerven in Anspruch nimmt. Leider kamen wir nicht drum herum eine “ Quarantäne-Versicherung“ für Costa Rica abzuschließen. Wir dachten, dass wir es auch ohne schaffen würden aber die Kontrolle ist verschärft worden. Also mussten wir schweren Herzens eine Versicherung für den Fall abschließen, dass wir während unseres Aufenthalts in Costa Rica in Quarantäne müssen. Dann übernimmt die Versicherung die Kosten für die gestellte Unterkunft. In einigen Fällen eventuell sinnvoll in unserem aber gar nicht. 500 Euro haben wir dafür zahlen müssen. Das Costa Rica uns einiges Kosten würde wussten wir schon aber das es schon vor Ankunft beginnt war etwas ernüchternd. Aber gut-nützt ja nüscht- alles abgeschlossen und ausgefüllt! Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von Kolumbien. Es ist uns doch sehr ans Herz gewachsen und so waren wir etwas wehmütig. Zuerst ging es mit dem Flieger nach Bogota und von da aus weiter nach San Jose. Die Flüge waren entspannt und Abends waren wir dann in Land Nummer 3. angekommen. Wir sind zu unserem Apartment, waren einkaufen und haben den Tag mit großer Freude morgen alles im hellen zu sehen beendet.

San Jose begrüßte uns mit schönem Wetter am nächsten Tag. Wir machten uns auf dem Weg unsere Umgebung zu erkunden und einige Erledigungen standen noch auf unserem Zettel. Wir waren in einem Vorort von San Jose. Es war alles ziemlich aufgeräumt und wir bemerkten schnell den Amerikanischen Einfluss. Hier ist es nicht so wuselig, laut wie in Kolumben und die Menschen schienen zurückhaltender. Unser erstes kulinarisches Erlebnis in Costa Rica war Taco Bell ( eine amerikanische Fast Food Kette). Jaaaaaaaa, nicht sehr landestypisches Essen aber es hat uns sehr gereizt und positiv überrascht.

Marktplatz
Sonnenuntergang von unserem Apartment aus

Den nächsten Tag haben wir für weitere Organisation genutzt und Montag ging es dann für uns Richtung Karibik :). Wir haben den Bus genommen und nach 5 Stunden waren wir da. Hier ist es ähnlich wie in Kolumbien, für kurze Strecken braucht man Ewigkeiten. Wir fuhren vom Busbahnhof in San Jose los, an dem Montag begann der Lockdown, es war also gut für uns den Lockdown zu verlassen da dieser nur für die Hauptstadt in Kraft getreten ist. So haben wir ein ausgestorbenes San Jose gesehen. Nach den 5 Stunden waren wir endlich in Puerto Viejo. Ein kleines Dorf an der Karibikküste. Im Bus fielen uns schon die vielen Touristen auf ( im Vergleich zu ohne Corona natürlich extrem wenige aber für uns waren es mehr als wir in ganz Kolumbien gesehen haben). Im Ort angekommen wussten wir dann, dass wir in einem kleinen Tori Dorf waren. Unsere Gastgeberin holte uns ab und zum Glück lag unsere Unterkunft außerhalb und mitten im Regenwald. Ihr Anwesen wo auch unser Apartment war, gehörte ihr und ihrem Mann. Beide kommen aus Amerika und haben sich das Land gekauft um hier einen ruhigen Lebensabend zu verbringen und haben 2 Apartments auf ihrem großen Grundstück welche sie vermieten. Beide sind unheimlich nett und das Apartment gehörte zu den schönsten die wir bisher hatten. In ihrem Garten durften wir uns an den Früchten bedienen. Es hat schon was seine Banane zum Frühstück direkt vom Baum zu pflücken. Wir haben auf ihren Grundstück unheimlich viele Tiere beobachten können. Es ist unfassbar wie viele Tiere hier sind und wenn man genau hin sieht dann entdeckt man so viele von ihnen. Morgens wurden wir oft von Brüllaffen geweckt und Abends kam uns immer ein Kolibri besuchen. Auch eine Familie von Affen hat sich durch die Bäume im Garten gehangelt.

Unser Apartment mit unseren Fahrrädern/ 03.05-10.05.21

In den nächsten Tagen haben wir die Umgebung mit unseren Fahrrädern erkundet, waren am Strand und haben uns ein Rescue Center für Tiere angesehen. Es hat total Spaß gemacht mit den Rädern auf der ebenen Straße nah am Meer entlang zu fahren und die kleinen Wege durch den Wald zu erkunden. Der Strand hier ist nicht sehr breit aber dafür unheimlich lang. Wir haben nicht die ganze Strecke geschafft aber bestimmt kann man 4 Stunden nur am Strand spazieren gehen ohne das Ende erreicht zu haben. Das Meer ist tief blau und ziemlich wild. Vom schwimmen wird wegen der starken Strömung abgeraten. Das Klima ist ziemlich tropisch, was natürlich keine Überraschung ist. Es fühlt sich anders an als in Kolumbien. Ihr könnt euch bestimmt erinnern, wenn ihr im Zoo seit und die Tür zum tropischen Bereich nehmt. Die Hitze die euch entgegen kommt und das atmen plötzlich sehr schwer wird. Genau so ist es hier nur dass es keine Tür raus gibt. Wir schwitzen also wieder viel. Der Regenwald und die Regenzeit die nun hier angebrochen ist halten ihr Versprechen, es regnet jeden Tag für ein paar Stunden. Was aber nicht weiter schlimm ist, es ist nur schade das der Regen keine Erfrischung bringt sondern nur noch mehr Luftfeuchtigkeit. Es ist schwer unsere Sachen trocken zu kriegen. Meine Birkenstocks haben tatsächlich Schimmel angesetzt. Puerto Viejo, wie oben schon beschrieben, sehr touristisch. Uns hat es so eine gute Pizza beschert und Cocktails am Strand. Der karibische Flair wird hier sehr hoch gehalten und das Motte von Costa Rica „Pura Vida“ ausgiebig gelebt. Es wird besonders mit diesen 5 bekanntensten Bob Marley Liedern unterlegt. Das war schon so in Kolumbien. Wenn ich eins davon noch einmal hören muss, werde ich den Stecker ziehen müssen. Einen Abend haben wir mit unseren Gastgebern und einem befreundeten Paar von Ihnen gegrillt. Das war super nett. Jeder hat etwas zu Essen mitgebracht und so hatten wir am Ende ein Amerikanisches-Costa Rica- Deutschland Barbeque. Wir hatten uns für den Klassiker Nudelsalat und Kräuterbutter entschieden ( natürlich selbst gemacht). Kam super an. An dem Abend haben wir viel über die Geschichte und die aktuelle Lage in Costa Rica erfahren, was super für uns war.

Unser Ausflug ins Rescue Center war definitiv ein Highlight. Nicht nur das wir eine gute Organisation unterstützen konnten, etwas über die Tierwelt hier gelernt und gesehen haben, sondern mein großer Wunsch Faultiere zu sehen ist in Erfüllung gegangen. Und was für Faultiere- ein Faultierkindergarten. Unglaublich süß- ich kann es kaum in Worte fassen. Ihr könnt es auf den Fotos erahnen. Ein bisschen Berlin haben wir hier auch gefunden- im Kühlregal stand Club Mate :).

Die Woche verging wie im Flug. Leider schlich sich zum Ende eine Lebensmittelvergiftung bei uns ein. Nicht sonderlich schön aber es war nur eine Frage der Zeit. Für uns geht es jetzt zurück nach San Jose wo wir unser Auto holen und unseren Rundtrip beginnen. Ab jetzt werden wir uns von National Park zu National Park entlang des Pazifiks hangeln und schauen was dieser Teil von Costa Rica für uns bereit hält. Also auf gehts- Roadtrip!!!!!