La Pura Vida

Ankunft in Costa Rica / San Jose 30.4-3.5.2021

Wie es die Überschrift schon verrät, wir sind in Costa Rica und somit in unserem dritten Land angekommen. Es war doch ein beschwerlicher Weg nach Costa Rica. Aus Jardin sind wir mit 2 Stunden Verspätung gestartet. Die Busse fuhren wieder aber durch einen Unfall kam unser Bus verspätet an. Die Straßenspeere bestand weiterhin, wir und alle anderen Fahrzeuge haben einen sehr Abenteuerlichen Umweg genommen. So haben wir eine kleine Tour durch die Kaffeeplantagen bekommen. Das dies nur der Anfang der aktuellen Ausschreitungen in Kolumbien war, haben wir nicht geahnt. Wir waren natürlich sehr froh darüber, dass wir nicht weiter davon betroffen waren aber dennoch ist sehr sehr bestürztend zu sehen was passiert. Für uns ist es jetzt wo wir das Land, die Leute und die Geschichte besser kennen etwas mehr als nur eine Schlagzeile.

In Medellin gönnten wir uns erneut das super Sandwich am Busbahnhof und sind zu unserem alten Hotel gefahren. Die Einreise in verschiedende Länder ist natürlich in diesen Zeiten komplizierter geworden und wir mussten schon vor Abflug noch einiges für Kolumbien aber auch für Costa Rica ausfüllen. Was wirklich viel Zeit und einige Nerven in Anspruch nimmt. Leider kamen wir nicht drum herum eine “ Quarantäne-Versicherung“ für Costa Rica abzuschließen. Wir dachten, dass wir es auch ohne schaffen würden aber die Kontrolle ist verschärft worden. Also mussten wir schweren Herzens eine Versicherung für den Fall abschließen, dass wir während unseres Aufenthalts in Costa Rica in Quarantäne müssen. Dann übernimmt die Versicherung die Kosten für die gestellte Unterkunft. In einigen Fällen eventuell sinnvoll in unserem aber gar nicht. 500 Euro haben wir dafür zahlen müssen. Das Costa Rica uns einiges Kosten würde wussten wir schon aber das es schon vor Ankunft beginnt war etwas ernüchternd. Aber gut-nützt ja nüscht- alles abgeschlossen und ausgefüllt! Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von Kolumbien. Es ist uns doch sehr ans Herz gewachsen und so waren wir etwas wehmütig. Zuerst ging es mit dem Flieger nach Bogota und von da aus weiter nach San Jose. Die Flüge waren entspannt und Abends waren wir dann in Land Nummer 3. angekommen. Wir sind zu unserem Apartment, waren einkaufen und haben den Tag mit großer Freude morgen alles im hellen zu sehen beendet.

San Jose begrüßte uns mit schönem Wetter am nächsten Tag. Wir machten uns auf dem Weg unsere Umgebung zu erkunden und einige Erledigungen standen noch auf unserem Zettel. Wir waren in einem Vorort von San Jose. Es war alles ziemlich aufgeräumt und wir bemerkten schnell den Amerikanischen Einfluss. Hier ist es nicht so wuselig, laut wie in Kolumben und die Menschen schienen zurückhaltender. Unser erstes kulinarisches Erlebnis in Costa Rica war Taco Bell ( eine amerikanische Fast Food Kette). Jaaaaaaaa, nicht sehr landestypisches Essen aber es hat uns sehr gereizt und positiv überrascht.

Marktplatz
Sonnenuntergang von unserem Apartment aus

Den nächsten Tag haben wir für weitere Organisation genutzt und Montag ging es dann für uns Richtung Karibik :). Wir haben den Bus genommen und nach 5 Stunden waren wir da. Hier ist es ähnlich wie in Kolumbien, für kurze Strecken braucht man Ewigkeiten. Wir fuhren vom Busbahnhof in San Jose los, an dem Montag begann der Lockdown, es war also gut für uns den Lockdown zu verlassen da dieser nur für die Hauptstadt in Kraft getreten ist. So haben wir ein ausgestorbenes San Jose gesehen. Nach den 5 Stunden waren wir endlich in Puerto Viejo. Ein kleines Dorf an der Karibikküste. Im Bus fielen uns schon die vielen Touristen auf ( im Vergleich zu ohne Corona natürlich extrem wenige aber für uns waren es mehr als wir in ganz Kolumbien gesehen haben). Im Ort angekommen wussten wir dann, dass wir in einem kleinen Tori Dorf waren. Unsere Gastgeberin holte uns ab und zum Glück lag unsere Unterkunft außerhalb und mitten im Regenwald. Ihr Anwesen wo auch unser Apartment war, gehörte ihr und ihrem Mann. Beide kommen aus Amerika und haben sich das Land gekauft um hier einen ruhigen Lebensabend zu verbringen und haben 2 Apartments auf ihrem großen Grundstück welche sie vermieten. Beide sind unheimlich nett und das Apartment gehörte zu den schönsten die wir bisher hatten. In ihrem Garten durften wir uns an den Früchten bedienen. Es hat schon was seine Banane zum Frühstück direkt vom Baum zu pflücken. Wir haben auf ihren Grundstück unheimlich viele Tiere beobachten können. Es ist unfassbar wie viele Tiere hier sind und wenn man genau hin sieht dann entdeckt man so viele von ihnen. Morgens wurden wir oft von Brüllaffen geweckt und Abends kam uns immer ein Kolibri besuchen. Auch eine Familie von Affen hat sich durch die Bäume im Garten gehangelt.

Unser Apartment mit unseren Fahrrädern/ 03.05-10.05.21

In den nächsten Tagen haben wir die Umgebung mit unseren Fahrrädern erkundet, waren am Strand und haben uns ein Rescue Center für Tiere angesehen. Es hat total Spaß gemacht mit den Rädern auf der ebenen Straße nah am Meer entlang zu fahren und die kleinen Wege durch den Wald zu erkunden. Der Strand hier ist nicht sehr breit aber dafür unheimlich lang. Wir haben nicht die ganze Strecke geschafft aber bestimmt kann man 4 Stunden nur am Strand spazieren gehen ohne das Ende erreicht zu haben. Das Meer ist tief blau und ziemlich wild. Vom schwimmen wird wegen der starken Strömung abgeraten. Das Klima ist ziemlich tropisch, was natürlich keine Überraschung ist. Es fühlt sich anders an als in Kolumbien. Ihr könnt euch bestimmt erinnern, wenn ihr im Zoo seit und die Tür zum tropischen Bereich nehmt. Die Hitze die euch entgegen kommt und das atmen plötzlich sehr schwer wird. Genau so ist es hier nur dass es keine Tür raus gibt. Wir schwitzen also wieder viel. Der Regenwald und die Regenzeit die nun hier angebrochen ist halten ihr Versprechen, es regnet jeden Tag für ein paar Stunden. Was aber nicht weiter schlimm ist, es ist nur schade das der Regen keine Erfrischung bringt sondern nur noch mehr Luftfeuchtigkeit. Es ist schwer unsere Sachen trocken zu kriegen. Meine Birkenstocks haben tatsächlich Schimmel angesetzt. Puerto Viejo, wie oben schon beschrieben, sehr touristisch. Uns hat es so eine gute Pizza beschert und Cocktails am Strand. Der karibische Flair wird hier sehr hoch gehalten und das Motte von Costa Rica „Pura Vida“ ausgiebig gelebt. Es wird besonders mit diesen 5 bekanntensten Bob Marley Liedern unterlegt. Das war schon so in Kolumbien. Wenn ich eins davon noch einmal hören muss, werde ich den Stecker ziehen müssen. Einen Abend haben wir mit unseren Gastgebern und einem befreundeten Paar von Ihnen gegrillt. Das war super nett. Jeder hat etwas zu Essen mitgebracht und so hatten wir am Ende ein Amerikanisches-Costa Rica- Deutschland Barbeque. Wir hatten uns für den Klassiker Nudelsalat und Kräuterbutter entschieden ( natürlich selbst gemacht). Kam super an. An dem Abend haben wir viel über die Geschichte und die aktuelle Lage in Costa Rica erfahren, was super für uns war.

Unser Ausflug ins Rescue Center war definitiv ein Highlight. Nicht nur das wir eine gute Organisation unterstützen konnten, etwas über die Tierwelt hier gelernt und gesehen haben, sondern mein großer Wunsch Faultiere zu sehen ist in Erfüllung gegangen. Und was für Faultiere- ein Faultierkindergarten. Unglaublich süß- ich kann es kaum in Worte fassen. Ihr könnt es auf den Fotos erahnen. Ein bisschen Berlin haben wir hier auch gefunden- im Kühlregal stand Club Mate :).

Die Woche verging wie im Flug. Leider schlich sich zum Ende eine Lebensmittelvergiftung bei uns ein. Nicht sonderlich schön aber es war nur eine Frage der Zeit. Für uns geht es jetzt zurück nach San Jose wo wir unser Auto holen und unseren Rundtrip beginnen. Ab jetzt werden wir uns von National Park zu National Park entlang des Pazifiks hangeln und schauen was dieser Teil von Costa Rica für uns bereit hält. Also auf gehts- Roadtrip!!!!!

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