05.04-07.04.21

Nach 10 Tagen Cartagena geht es nun weiter für uns. Wir wollen nach La Isla Grande, eine von mehreren kleinen Insel vor der Küste von Cartagena. Der Name täuscht denn groß ist die Insel nicht. Vom Hafen geht es also los mit dem Speedboot Richtung Insel. Die Fahrt dauerte ne gute Stunde und wir sind an vielen Mini Insel vorbeigefahren. Die meisten waren private Insel, meist nur so groß das zwei Häuser drauf passt. Einen Hafen oder ähnliches gab es nicht auf der Insel. Jede Unterkunft hatte einen Steg wo wir alle nach und nach aus dem Boot entlassen worden sind. Das war natürlich Luxus direkt am Anleger unseres Hostels anzukommen. Die Farbe des Meeres war unglaublich schön, viele verschiedene Türkisfarben und super klares Wasser. Nach der Ankunft und der netten Begrüßung von unserem Gastgeber, konnten wir nicht anders und sind direkt schwimmen gegangen. Es gab zwar keinen Strand direkt bei unserem Hostel aber einen kleinen Zugang ins Meer. Ich habe schon die Taucherbrille mitgenommen und einige kleine Fische gesehen. Am nächsten Tag hatten wir uns eine ausgedehnte Schnorchel-Tour vorgenommen. Nach der Erfrischung , sind wir mit einer kleinen Familie aus unserer Unterkunft ins Dorf gegangen. Über die Insel verteilt leben 1000 Kolumbianer, die längste Strecke um vom einen zum anderen Ende der Insel zu kommen dauert eine Stunde zu Fuß. Alles sehr Mini und leicht zugänglich. Das Dorf bestand aus wenigen Hütten, einem Fußballplatz ,einer Disco und 2 kleinen Läden zum Einkaufen. Und natürlich gab es super laute Musik, so wie überall in Kolumbien. Nicht nur laute Musik sondern super laute Musik, unangenehm laute Musik. Egal welche Qualität die Anlage hat und meistens ist sie schlecht. Hauptsache super laute Musik.




Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden und mit einigen aus unserem Hostel los zum schnorcheln. Es war unfassbar schön. Das Glitzern der Sonne, was unter Wasser zu sehen war, super viele Fische ( viele Doris, Nemo haben wir nicht gefunden) und unheimlich viele gesunde Korallen. Es hat so viel Spaß gemacht ein Teil davon zu sein und die Fische beim Frühstück zu beobachten. Obwohl wir alles nur von oben beobachtet haben, hatten wir trotzdem das Gefühl mitten drin zu sein. 2 Kilometer konnten wir raus schwimmen und dann begann der Abgrund wo wir nichts mehr sehen konnten. Ganz glücklich haben wir den Nachmittag mit entspannen verbracht.



Nach der Happy Hour und dem Sonnenuntergang ging unsere gebuchte Tour los- Mangroven und leuchtendes Plankton
Leider konnten wir keine Bilder machen, da weder Fritz noch unsere Handys unter den Umständen Fotos hätten aufzeichnen können. Daher versuche ich euch mit meinen Worten ein Bild zu malen.
Nach Sonnenuntergang ging es los. Ein Mitarbeiter aus unserem Unterkunft brachte uns ins innere der Insel, wo unser Tourguide mit seinem Kanu auf uns wartete. Er gab mir seine Taschenlampe, setze Dave und mich ins Boot und los ging es. Es war so dunkel das wir die Taschenlampe sofort brauchten und ich leuchtete uns den Weg durch die Mangroven. Es war absolut irre. Wir konnten nicht weiter als 2 Meter sehen und überall waren Mangroven und ihre riesigen Wurzeln die ins Wasser ragten. Es hatte etwas sehr magisches, wie in einem Märchen und gleichzeitig war es auch etwas gruselig. Die Mangroven gaben noch wenigen Minuten den Weg frei und wir kamen zu einer großen Lagune. In der Ferne sahen wir die Umrisse der Insel und den Wald. Das Wasser war ganz ruhig und der leichte warme Wind gab uns Wohlbefinden in diese Szenerie. Wir fuhren durch die Lagune aufs offene Meer hinaus. Über die leichten Wellen ging es an der Insel entlang und links in die nächste Lagune hinein. Wir waren da. Mitten in der Lagune gab es eine Steg, wo schon einige wenige andere auf uns warteten, natürlich auch deutsche, aus Düsseldorf, Alex an der Stelle liebe Grüße. Wir stiegen aus unserem Kajak aus und machten uns bereit fürs Schnorcheln. Das Wasser war sehr warm und das Gefühl aufregend in der Dunkelheit schwimmen zu gehen. Wir konnten nicht genau sehen wo wir sind, wie tief das Wasser ist oder was sich im Wasser befindet. Aber genau das brauchten wir. Denn in dem Moment als wir uns im Wasser bewegten fing das Wasser an zu leuchten. Bei jeder Bewegung leuchteten kleine hunderte Punkte auf. Immer und immer wieder. Es war der völliger Wahnsinn. Es war als würden wir in Glühwürmchen schwimmen oder durch den Sternenhimmel. Was im Wasser leuchtete war Plankton. Ihr leuchten ist ein Schutzmechanismus um sich vor Gefahren zu schützen. 30 Minuten schwammen und tauchten wir durch durch das dunkle leuchtende Nichts. Zurück ging es den selben weg durch die Lagunen und die Mangroven. Ein irrealer Ausflug den wir nie vergessen werden.
Am nächsten Tag sind wir morgens noch mal schnorcheln gegangen. Beim Mittagsessen haben wir einen sehr netten Kolumbianischen DJ kennengelernt, der sich freute das wir aus Berlin kommen. Er hat dort gerne aufgelegt und reist schon seit Jahren mit seinen DJ Sets durch Europa. Es war ein unvergesslicher Abschied von der kolumbianischen Karibik. Zurück nach Cartagena ging es wieder mit dem Speedboot. Und bei dieser Fahrt war Speed sehr groß geschrieben. Es fühlte sich wie eine sehr lange Achterbahnfahrt an, ich bin auf meinem Sitz durchgehend hin und her gewirbelt worden. Unsere Mitfahrerinnen konnten die Fahrt besser genießen und jubelten bei jeder großen Welle. Kurz vor der Ankunft wurde unser Boot plötzlich langsam und stoppte dann ganz. Verwirrung machte sich breit. Als ich sah das nach getankt wurde, war ich beruhigt. Doch irgendwas stimmte nicht, denn der Motor sprang nicht an. Nach etwa 20 Minuten auf dem Meer treibend bewegte sich nichts mehr. Als ich sah, dass die Crew anfing nach Hilfe zu rufen bzw zu winken, wurde ich unruhig und überlegte aus was ich mir etwas rundes basteln kann was ich Wilson nenne. Die ersten Boote hielten nicht an aber das dritte kam zur Hilfe. Anscheinend fehlte Öl. Das Öl was wir von dem Boot bekommen hatte reichte jedoch nicht lang. Also steuerten wir eine kleine Insel an, dort gab es etwas Öl aber auch das reichte nicht lange aus. Wir waren sehr froh das wir nah am Festland waren. Alle guten Dinge sind 3 und nach dem dritten auffüllen ging es wieder mit Tempo zum Ziel. Jetzt waren alle im Boot ruhig und wir hofften gemeinsam das wir unbeschadet in Cartagena an Land gehen können. Und so kam es auch. Nach der Ankunft nahmen wir ein Taxi zum Flughafen und warteten auf unseren späten Flug nach Medellin. In Medellin holte uns unser Gastgeber ab und fuhr uns zur Unterkunft. Wir schliefen nah am Flughafen um nicht nach Medellin zu müssen. Ein langer aufregender Tag ging zu Ende. Morgen wollten wir weiter nach Gautape. Aber jetzt erst mal schlafen…
